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"Im Sudan dürfen wir nicht noch eine Generation verlieren"

07.04.201117:15 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Bonn/ Wau 5.April 2011: Anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April möchte das Bonner Hilfswerk Don Bosco Mission den Blick auf den Sudan lenken. Der nordostafrikanische Staat steht kurz vor der Teilung, die Unabhängigkeitserklärung wird für den 9. Juli erwartet. Im Januar fand in dem Land die Volksabstimmung (Referendum) statt. Sie war Teil des Friedensabkommens, mit dem im Jahr 2005 der Bürgerkrieg zwischen dem muslimisch geprägten Norden und dem überwiegend christlichen Südsudan nach 22 Jahren beendet wurde. Neben gravierender Nahrungsmittel- und Infrastrukturprobleme, (im Südsudan sind nur 36km Straße asphaltiert) mangelt es dem künftigen Staat an Schulen und Krankenhäusern.


Salesianerpater Mathew Kuthanapillil, der sich seit vielen Jahren im Sudan um die Errichtung von Schulen und Krankenhäusern kümmert, meint dazu: „Im Vorfeld des Referendums sind fast 200.000 Rückkehrer aus dem Norden in ihre zerstörten Heimatdörfer im Süden zurückgekehrt. Das hat unsere Probleme hier verschärft. In unserer Krankenstation in Wau haben wir nun täglich 240 Patienten, statt 120, die wir mit drei Ärzten und zwei Schwestern versorgen.“ Besonders verzweifelt sei die Lage für die Wüstenflüchtlinge. Noch immer warten hunderte Menschen in der Wüste darauf, in den Süden gebracht zu werden. Sie haben den Versprechungen der Regierung geglaubt und all ihr Hab und Gut im Norden verkauft, um sich wieder im Süden anzusiedeln. Nun sitzen sie ohne Lebensmittel und ohne Hilfe von außen in der Wüste fest. Don Bosco hilft in den improvisierten Lagern vor Khartoum.
Der zurückgekehrte deutsche Arzt Dr. Manfred Siegers, der längere Zeit in den Don Bosco Gesundheitseinrichtungen im Süden praktizierte, kann jedoch auch Hoffnungsvolles berichten. „Innerhalb eines Jahres hat unsere Krankenstation in Wau enorme Fortschritte gemacht, was die Qualität der medizinischen Behandlung angeht und dank der Spenden aus Deutschland, auch die Ausstattung mit Medikamenten. Einige der Behandlungszimmer sind nun in feste Steinhäuser umgezogen.“ Alarmierend sei immer noch die hohe Säuglingssterblichkeit und die große Anzahl von Erkrankungen, die auf verunreinigtes Wasser zurückzuführen sind. Auch Malaria ist extrem weit verbreitet.
Entscheidend für die Zukunft des Südsudans sei es nun, neben den akuten Problemen des Landes auf keinen Fall die Bildung zu vergessen. Nur vier Prozent der weltweit verausgabten Nothilfegelder fließen in Bildungsprojekte. Der Sudan sei ein Lehrstück, wenn man die Bildung vernachlässige. Pater Mathew: „Uns fehlen Lehrer, Techniker, Gesundheitspersonal, Landwirte, einfach alles. Wenn wir jetzt nicht möglichst viele Kinder beschulen und Jugendliche ausbilden, verlieren wir wieder eine ganze Generation, die wir für den Wiederaufbau brauchen.“

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