openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Das Konfliktpotenzial von Rohstoffen

06.04.201116:26 UhrEnergie & Umwelt
Bild: Das Konfliktpotenzial von Rohstoffen
Logo adelphi
Logo adelphi

(openPR) adelphi und das Wuppertal Institut beleuchten Risiken und Sicherheitsbezüge wichtiger Rohstoffe.

Hightech-Produkte bestimmen vielfach unser Leben. Die hierfür notwendigen Rohstoffe sind jedoch nicht selbstverständlich und zu den gewünschten Bedingungen verfügbar. Vielmehr ist die Versorgung mit einer Reihe von Risiken verbunden, die nicht zuletzt auch die Erreichung ambitionierter Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsziele beeinflussen können.



adelphi und das Wuppertal Institut haben nun Risiken und Konfliktpotenziale im Zusammenhang mit wichtigen Rohstoffen umfassend aufgearbeitet. Angesichts hochgradig vernetzter Ressourcenströme sowie sich verändernder politischer, wirtschaftlicher und sozialer Rahmenbedingungen in Produzenten-, Transit- und Verbraucherländern reicht es nicht aus, wenn die Politik bei der Gewährleistung der Versorgungssicherheit lediglich einen nationalen Fokus einnimmt. Politische Stabiliät in den Produktionsländern sind hierfür ebenso bedeutend wie die Berücksichtigung von Sozial- und Umweltstandards beim Abbau von Rohstoffe.

Fehlende übergreifende Ansätze

Bestehende nationale und internationale Ansätze der Risikominderung sind bislang nur bedingt geeignet, sich diesen Herausforderungen zu stellen. Defizite bestehen vor allem mit Blick auf kohärente Maßnahmen, die Krisenprävention und Rohstoffversorgung miteinander verbinden. „Die existierenden Instrumente zielen hauptsächlich darauf ab, die Versorgungs- und Konfliktlagen für Verbraucher zu verbessern. Sie blenden dabei aber aus, dass Unsicherheiten und Krisen in Produzenten- und Transportländern ebenfalls negative Auswirkungen für die eigene Versorgungslage haben können“, konstatiert Dr. Moira Feil, Senior Projektmanagerin bei adelphi.

Wie die Untersuchungen zeigen, müssen Entscheidungsträger auch unbeabsichtigte Folgen ihres Handelns mit einkalkulieren. So sollten bei der Umsetzung des Energiekonzeptes und der Umstellung auf erneuerbare Energien auch damit verbundene Folgen für den Rohstoffbedarf und potenzielle Konfliktlagen berücksichtigt werden. Dies zeigt nicht zuletzt die Debatte um Seltene Erden, die nicht nur in vielen Hightech-Produkten des täglichen Lebens stecken, sondern auch wichtige Bestandteile von Umwelttechnologien wie Katalysatoren, Windkraftwerken, Energiesparlampen und Elektromotoren sind. Mögliche Rohstoffengpässe beim Ausbau innovativer grüner Technologien werden in der öffentlichen Debatte bislang kaum thematisiert – obwohl eine unzureichende Planungssicherheit zu erheblichen volkswirtschaftlichen Schäden führen kann.

Folgeabschätzung verbessern

Um solchen Entwicklungen entgegenzusteuern, könnte ein „Risikoradar“ für bestimmte Industriesektoren und/oder spezifische Technologien eingerichtet werden. Daten zur Rohstoffverfügbarkeit sollten hierfür mit Angaben zum soziopolitischen Umfeld und potenziellen Konfliktherden ergänzt werden, die im Rahmen der Förderung und des Handels von Rohstoffen auftreten können. Instrumente zur integrierten Risikoerkennung sind weiter zu fördern und das Spektrum der Rohstoffaußenpolitik insgesamt um risikominimierende Maßnahmen für Produzenten- und Transitländer zu erweitern.

Hintergrund

Die Berichte sind das Ergebnis des zweijährigen Forschungsprojekts „Rohstoffkonflikte nachhaltig vermeiden: Identifizierung und Verminderung von internationalen Konflikt-Risiken bei Zugang und Nutzung von Rohstoffen“ (ROHKON), das adelphi und das Wuppertal Institut gemeinsam im Auftrag des Umweltbundesamtes bearbeitet haben.

Aufgeteilt in insgesamt acht Forschungsberichte wurden verschiedene Fallstudien und Szenarien bis zum Jahr 2030 entwickelt. Konkret geht es dabei um Lithium in Bolivien, Seltene Erden in China, Kupfer und Kobalt in der Demokratischen Republik Kongo sowie das Nabucco Gaspipeline-Projekt.

Die Studien können hier kostenfrei heruntergeladen werden:
http://www.adelphi.de/de/publikationen/dok/43463.php

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 526789
 1054

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Das Konfliktpotenzial von Rohstoffen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von adelphi

Bild: adelphi tritt UN Global Compact beiBild: adelphi tritt UN Global Compact bei
adelphi tritt UN Global Compact bei
adelphi ist dem weltweit größten Netzwerk für unternehmerische Verantwortung, dem von den Vereinten Nationen getragenen UN Global Compact, beigetreten. Neben dem weltweiten und branchenübergreifenden Austausch von Praxisbeispielen will das Beratungsunternehmen den Dialog zu gesellschaftlicher Verantwortung und nachhaltiger Entwicklung weiter fördern und laufende Prozesse aktiv begleiten. Dazu kann adelphi auf eine breite Wissensbasis und die Erfahrung aus zahlreichen nationalen und internationalen Projekten zurückgreifen. Leitmotiv Nachhalti…
Bild: adelphi und Trucost starten Partnerschaft zur Reduzierung von CO2-Emissionen in ZulieferkettenBild: adelphi und Trucost starten Partnerschaft zur Reduzierung von CO2-Emissionen in Zulieferketten
adelphi und Trucost starten Partnerschaft zur Reduzierung von CO2-Emissionen in Zulieferketten
Klimaschutz gewinnt im Lieferkettenmanagement von Organisationen immer mehr an Bedeutung. Obwohl hier ein wesentlicher Teil aller anfallenden CO2-Emissionen entsteht, ist oft kaum bekannt, wie hoch diese tatsächlich sind. Ziel der heute bekannt gegebenen Zusammenarbeit zwischen adelphi und Trucost ist es, Kommunen und öffentlichen Einrichtungen dabei zu helfen, Treibhausgasemissionen in ihren Zulieferketten besser bestimmen und effektiv reduzieren zu können. Nachhaltige Beschaffung der öffentlichen Hand Während adelphi bereits seit mehreren…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Keine Chance für Querulanten. RE/MAX-Experte: Wohnanlagen werden durch neues Gesetz gewinnenBild: Keine Chance für Querulanten. RE/MAX-Experte: Wohnanlagen werden durch neues Gesetz gewinnen
Keine Chance für Querulanten. RE/MAX-Experte: Wohnanlagen werden durch neues Gesetz gewinnen
… Eigentümer, zum Beispiel gegen den Einbau einer modernen Heizanlage, sind damit ausgeschlossen. Auch bei der Verteilung der Kosten ist in Zukunft eine Mehrheitsentscheidung ausreichend. „Das Konfliktpotenzial und die Gefahr, im Ernstfall von einem einzelnen Querulanten abhängig zu sein, war unserer Beobachtung nach für viele Kunden ein Argument gegen den Kauf …
Weltnichtrauchertag: Raucher haben’s schwer bei der Partnersuche
Weltnichtrauchertag: Raucher haben’s schwer bei der Partnersuche
… Lisa Fischbach von ElitePartner.de. „Der Rauchgeruch stört nicht nur beim Küssen oder Kuscheln, auch die unterschiedliche Einstellung zu Gesundheit und Fitness kann für Konfliktpotenzial sorgen. Doch vielleicht ist gerade eine neue Liebe der perfekte Anlass, um dem Laster zu entsagen!“ Über den Liebestrendmonitor ElitePartner.de führt alle sechs Monate …
Öffentliches Beschaffungswesen: Leistung richtig beschreiben - Nachträge vermeiden VOL
Öffentliches Beschaffungswesen: Leistung richtig beschreiben - Nachträge vermeiden VOL
… geschuldeten Leistung fixiert, liegt es auf der Hand, dass fehlerhafte Leistungsbeschreibungen das Verhältnis der Vertragspartner erheblich belasten. Der Praktiker weiß: Das Konfliktpotenzial steigt mit der Unzulänglichkeit der Leistungsbeschreibung! Das Seminar „Leistung richtig beschreiben - Nachträge vermeiden VOL“ gibt entscheidende Hinweise und …
Spannungen im Team oder im Büro?
Spannungen im Team oder im Büro?
… gelöst würden. Die ständigen Veränderungen in der Arbeitswelt durch Umstrukturierungen, durch neue Aufgaben und Organisationsfelder produzieren bei Mitarbeitern und Führungskräften ein hohes Konfliktpotenzial. „Der Druck, der daraus auf die Menschen entsteht, muss verarbeitet werden“, sagt Konfliktberaterin und Coach Monika Heilmann aus Leinfelden bei …
Bild: Wohnungsnot und Rechtssicherer Umgang mit Internet-Daten für eine erfolgreiche StrafverfolgungBild: Wohnungsnot und Rechtssicherer Umgang mit Internet-Daten für eine erfolgreiche Strafverfolgung
Wohnungsnot und Rechtssicherer Umgang mit Internet-Daten für eine erfolgreiche Strafverfolgung
… drängende gesellschaftliche Herausforderung dar, die aus der Sicht des ZBI e. V. sozialpolitisch gelöst werden muss. Die Wohnungsnot birgt ein erhebliches Konfliktpotenzial in der Gesellschaft. Insbesondere muss der soziale Wohnungsbau gefördert werden für sozial benachteiligte Gruppen, die stark unter den ständig steigenden Mietpreisen leiden. Neben …
Bild: Informationsabende Ausbildung Mediator/in (VWA) am 07.05.2013Bild: Informationsabende Ausbildung Mediator/in (VWA) am 07.05.2013
Informationsabende Ausbildung Mediator/in (VWA) am 07.05.2013
Überall dort, wo Menschen unterschiedliche Interessen vertreten, besteht ein erhöhtes Konfliktpotenzial. Als Mediator (VWA) / Mediatorin (VWA) erarbeiten Sie mit den streitenden Parteien frühzeitig praxisnahe Konfliktlösungen, bevor diese zu einem kostenintensiven, langwierigen Gerichtsverfahren führen. Mediation ist eine professionelle Technik konstruktiver …
Bild: Google-Ergebnisse als Spam markieren: Google ergreift neue Maßnahme im Kampf gegen ungeliebte SuchergebnisseBild: Google-Ergebnisse als Spam markieren: Google ergreift neue Maßnahme im Kampf gegen ungeliebte Suchergebnisse
Google-Ergebnisse als Spam markieren: Google ergreift neue Maßnahme im Kampf gegen ungeliebte Suchergebnisse
… rein darf und wer nicht?“, so Hövener. Markus Hövener hat zu diesem Thema auch einen Blog-Beitrag verfasst. Der Blog-Beitrag „Google-Ergebnisse als Spam markieren: Neue Extension mit viel Konfliktpotenzial“ ist unter der URL www.internetkapitaene.de/2011/02/15/google-ergebnisse-als-spam-markieren-neue-extension-mit-viel-konfliktpotenzial/ zu finden.
Bild: Das Effizienz-Projekt misst die Effizienz der Umsetzungsenergie eines UnternehmensBild: Das Effizienz-Projekt misst die Effizienz der Umsetzungsenergie eines Unternehmens
Das Effizienz-Projekt misst die Effizienz der Umsetzungsenergie eines Unternehmens
… negative und verzerrte Einstellungen klar erkennbar. Ein "Barometer der positiven und negativen Extreme" sucht nach unterschwellig vorhandenem Konfliktpotenzial im Unternehmen. Die detaillierte Interpretation der Daten ist in vier Säulen gruppiert: • ICH-Bewusst-Sein • Konfliktpotenzial • Beziehung Arbeitgeber/Arbeitnehmer • Kommunikation Damit …
direct/ FAZ: Papier kritisiert Europäischen Gerichtshof
direct/ FAZ: Papier kritisiert Europäischen Gerichtshof
… Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs die Gemeinschaft Kompetenzen an sich zieht, die ihr nach den Verträgen nicht zukommen." Papier sieht " ein gewisses Konfliktpotenzial im Verhältnis zu den Mitgliedstaaten und deren Verfassungsrechtsordnung". Auch einen "ausbrechenden Rechtsakt" der Gemeinschaft, der dann in Deutschland nicht wirksam wäre, …
Verantwortungsvolle Investitionen statt „Land Grabbing“
Verantwortungsvolle Investitionen statt „Land Grabbing“
… Pflanzen verdrängen ländliche Agrarbetriebe, die lokale Bevölkerung verliert den Zugang zu Land und Wasser und damit ihre Lebensgrundlage. Das bietet reichlich Konfliktpotenzial, zudem schädigen Monokulturen das Ökosystem. "Der globale Ausverkauf von Ackerland hat mitunter Züge von Neo-Kolonialismus", sagt Udo Censkowsky, Geschäftsführer von Organic …
Sie lesen gerade: Das Konfliktpotenzial von Rohstoffen