openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Sanierungskonzept droht zu scheitern

Bild: Sanierungskonzept droht zu scheitern

(openPR) Geschlossener Fonds DeepSea Oil Explorer: Ölbohrplattform immer noch nicht fertig/Anleger bangen um ihre Einlagen

Bremen/Hamburg, April 2011. Es herrscht Unsicherheit bei den Anlegern des Fonds HCI/MPC DeepSea Oil Explorer, ob ihr investiertes Geld noch vorhanden ist. Als geschlossene Beteiligungsgesellschaft mit einer Laufzeit von 17 Jahren wurde einer der größten geschlossenen Fonds von der HCI-Gruppe und MPC-Capital-Gruppe konzipiert. Ziel war und ist die Erstellung einer Ölerkundungsplattformen zur Förderung von Erdöl im Tiefseewassersektor. Bisher erhielten Anleger des 2008 eröffneten Fonds jedoch statt prognostizierter Auszahlungen lediglich mangelnde Auskünfte zum Stand ihrer Einlage. „Nicht nur, dass sich die Fertigstellung der Erkundungsplattform weiter verzögert, jetzt springen auch finanzierende Banken ab und verlassen das sinkende Schiff“, erklärt Jens-Peter Gieschen, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht bei der Kanzlei KWAG. Nach Informationen von KWAG weigern sich zwei der elf Banken, das von der Fondsgeschäftsführung entwickelte Sanierungskonzept mitzutragen.



Verspätete Auslieferung

Die ursprünglich für Juni 2010 geplante Fertigstellung des sogenannten „Oil Rigs“, einer Tiefsee-Halbtaucher-Plattform zur Erkundung neuer Gas- und Ölvorkommen, verzögert sich voraussichtlich noch bis Oktober dieses Jahres. „Nun kommen die Fondsinitiatoren nicht mehr drum herum zu erklären, dass die Ölplattform sehr verspätet ausgeliefert wird“, so Gieschen. Weiterhin drohen durch die Verzögerungen Charterausfälle, was ein zusätzliches Risiko für die Investition der Anleger darstellt.

Das Konzept

Grundsätzlich stand das Konzept der Beteiligungsgesellschaft auf stabilen Säulen. Die Öl-Plattform wurde zunächst für sieben Jahre mit einer Tagesmiete von 317.500 US-Dollar (256.222,50 Euro) vom staatlichen brasilianischen Mineralölunternehmen Petrobras gechartert. Doch bereits im Dezember 2009 setzte die HCI Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG den Vertrieb des Fonds aus, im Juli 2010 wurde eine Finanzspritze für die Plattform in Höhe von 100 Millionen US-Dollar nötig. „Ein schwieriges Unterfangen, wenn man bedenkt, dass bis heute aufgrund der Bauverzögerungen kein Tropfen Öl gefördert werden konnte“, erläutert Gieschen. Mittlerweile soll das Oil Rig zu 99 % fertiggestellt sein. Allerdings seien noch 500 Kilometer Kabel zu verlegen, so der letzte Stand im März 2011. Ob die Zeit bis Juni 2011 reicht, um Kabel von einer Strecke vergleichbar Hamburg-Frankfurt zu verlegen, ist fraglich. Nach Fertigstellung soll die Plattform aus dem Hafen von Abu Dhabi nach Brasilien transportiert werden, um dort endgültig in Betrieb zu gehen – ein weiterer Zeit- und Kostenfaktor.

Die insgesamt 5.900 Anleger müssen sich vorerst vom ursprünglich vorgesehenen Auszahlungsplan verabschieden; dieser sollte bei einem Gesamtinvestitionsvolumen von 679.693.600 US-Dollar nach Prospektangaben im Jahr 2011 bei 9,4 % p.a. liegen. Da es sich bei dem HCI/MPC DeepSea Oil Explorer um einen der größten geschlossenen Fonds handelt, der jemals platziert wurde, wären Schadensersatzforderungen gewaltig. Sollten Betroffene keine anlegergerechte Beratung erhalten haben, so besteht für sie die Möglichkeit, als Anteilseigner die Beteiligung rückabzuwickeln und so das eingesetzte Kapital inklusive entgangenem Gewinn zurückzufordern. Auch das Thema „Kick-Back" kann hier eine Rolle spielen. Wurden einzelne Anleger nicht über die gezahlten Provisionen in Kenntnis gesetzt, so liegt alleine schon im Verschweigen eine Falschberatung vor.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 525227
 688

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Sanierungskonzept droht zu scheitern“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von KWAG – Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht Ahrens und Gieschen

EU-Richtlinie für Alternative Investmentfonds (AIFM)
EU-Richtlinie für Alternative Investmentfonds (AIFM)
Viel Regulierung, wenig Verpflichtung zu mehr Information und Transparenz KWAG Rechtsanwälte: Gesetzgeber zieht aus den Skandalen der vergangenen Jahre bei den Geschlossenen Fonds die falschen Konsequenzen (Bremen, 7. August 2012) Nach Ansicht der auf die Vertretung von Investoren spezialisierten KWAG Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht verfehlt der mehr als 500 Seiten starke Diskussionsentwurf zur Umsetzung der europäischen AIFM-Richtlinie in deutsches Recht ihr Ziel. Zwar soll am Ende der Anlegerschutz verbessert werden. Doch der akt…
MPC Santa P Schiffe, MPC Reefer Flotte 1, GEBAB Ocean Shipping I - Drei weitere Schiffsfonds mit Problemen
MPC Santa P Schiffe, MPC Reefer Flotte 1, GEBAB Ocean Shipping I - Drei weitere Schiffsfonds mit Problemen
Ausschüttungen bisher jeweils deutlich mehr als 50 Prozent unter Plan (Bremen,16. Juli 2012) Auch den Investoren der drei Schiffsfonds MPC Santa P Schiffe, MPC Reefer Flotte 1 und GEBAB Ocean Shipping I drohen unliebsame finanzielle Überraschungen. Denn nach Erkenntnissen der auf Investorenschutz spezialisierten KWAG Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht liegen die Ausschüttungen dieser Schiffsbeteiligungen derzeit weit mehr als 50 Prozent unter Plan. Um Vermögenseinbußen zu vermeiden oder zu begrenzen, sollten Anleger Schadenersatzansprü…

Das könnte Sie auch interessieren:

GFE Nürnberg: von Sanierungskonzepten, der Inanspruchnahme des Freistaates Bayern und Excell-Listen
GFE Nürnberg: von Sanierungskonzepten, der Inanspruchnahme des Freistaates Bayern und Excell-Listen
… bei den betroffenen Käufern jeweils Beratungsbedarf entstehen lassen. Nicht alles was derzeit als Lösungskonzept vorgeschlagen wird, erscheint tragfähig. Über „Sanierungskonzepte“ Geschädigte Käufer bei der GFE - Unternehmensgruppe berichten ilex Rechtsanwälte & Steuerberater von einem „Sanierungskonzept“ oder „Genossenschaftsmodell“, welches ihnen …
Erfolgreiche Entwicklung im Schutzschirmverfahren der Hein Gericke Deutschland GmbH
Erfolgreiche Entwicklung im Schutzschirmverfahren der Hein Gericke Deutschland GmbH
… Wochen nach dem Antrag auf ein Schutzschirmverfahren der Hein Gericke GmbH beim Amtsgericht Düsseldorf sind die ersten positiven Auswirkungen des eingeschlagenen Sanierungskonzeptes deutlich zu spüren. Anfang September erfolgte der erfolgreiche Rückkauf der 16 profitabelsten Geschäfte aus dem Insolvenzverfahren der britischen Tochtergesellschaft, Hein …
Nordcapital Bulkerflotte 1: Sanierung gestaltet sich schwierig
Nordcapital Bulkerflotte 1: Sanierung gestaltet sich schwierig
… 1“. Der Schiffsfonds war in Schwierigkeiten geraten, als der Hauptcharterer der Flottenschiffe, die koreanische Reederei Korea Line Insolvenz anmelden musste. Es wurde ein Sanierungskonzept entwickelt, bei dem die Anleger 30,6 Millionen Dollar nachschießen sollten. Zu wenige waren hierzu bereit, lediglich für 21 Millionen Dollar gab es Nachschussbereitschaft. Nunmehr …
Bild: IVG Immobilien AG: Insolvenz abgewendet? – Fachanwalt informiertBild: IVG Immobilien AG: Insolvenz abgewendet? – Fachanwalt informiert
IVG Immobilien AG: Insolvenz abgewendet? – Fachanwalt informiert
… beschlossen Weiterhin beschlossen wurde eine Brückenfinanzierung in Höhe von 140 Millionen Euro, die zur Deckung des aufkommenden Liquiditätsbedarfs bis zur Umsetzung des Sanierungskonzeptes im Herbst dienen soll. Des Weiteren stundet die Landesbank Baden-Württemberg einen Ende 2013 fälligen Kredit i.H.v. 100 Millionen Euro. Sanierungskonzept erfolgreich? …
Fusion/Übernahme/Beteiligung / UNIQA beabsichtigt Mehrheitsübernahme der Mannheimer AG Holding mitte
Fusion/Übernahme/Beteiligung / UNIQA beabsichtigt Mehrheitsübernahme der Mannheimer AG Holding mitte
… ist der Emittent verantwortlich. euro adhoc: UNIQA Versicherungen AG Der Aufsichtsrat der börsenotierten UNIQA Versicherungen AG (http://www.uniqagroup.com ) hat ein Kapitalisierungs- bzw. Sanierungskonzept im Zusammenhang mit der Beteiligung an der deutschen Mannheimer AG Holding ( http://www.mannheimer-ag.de ) genehmigt. Nach diesem Konzept soll UNIQA …
Schiffsbeteiligungen - 11 weitere Fonds in Seenot
Schiffsbeteiligungen - 11 weitere Fonds in Seenot
… sogar der Totalverlust absehbar. Faktisch pleite ist die Gesellschaft der Schiffsbeteiligung „Renditefonds 62 MT King Edwin“ des Emissionshauses König & Cie. Das vorherige Sanierungskonzept war wirkungslos. „Nach unseren Informationen sollen nur gut 70 Prozent des von den Anlegern eingebrachten Kapitals in die Finanzierung des Schiffes geflossen …
DS-Rendite-Fonds Nr. 111: Insolventer Schiffsfonds ohne Schiffe
DS-Rendite-Fonds Nr. 111: Insolventer Schiffsfonds ohne Schiffe
… dürftigen Informationslage und der Auflösung des DS-Rendite-Fonds Nr. 111 wurde den Anlegern mitgeteilt, dass man nach wie vor an dem (ursprünglichen) Fortführungs- bzw. Sanierungskonzept festhalten würde. Geplant wäre jetzt, nach einer Kapitalerhöhung die beiden Aframax-Tanker für insgesamt US-$ 32 Mio. zurück zu kaufen. Eine „überwältigende Mehrheit“ …
Bahnhofssanierung auf die lange Bank geschoben
Bahnhofssanierung auf die lange Bank geschoben
… Brücken saniert werden müssen. Auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Matthias Brauner gab der Senat nun bekannt, dass die BVG in den letzten Monaten ein Sanierungskonzept erarbeitet habe. Erst im Oktober 2008 werde der entsprechende Finanzierungsantrag dem Senat zur Prüfung vorgelegt. Matthias Brauner führt aus: „Es ist erschreckend, dass die …
Restrukturierung im Mittelstand: Sanierungskonzept als Chance in der Krise nutzen
Restrukturierung im Mittelstand: Sanierungskonzept als Chance in der Krise nutzen
… Zahl insolvenzgefährdeter Unternehmen liegt jedoch noch deutlich höher. Gerät ein Unternehmen in eine Schieflage, verlangt die Bank zur Fortführung ihres Engagements häufig ein Sanierungskonzept bzw. Sanierungsgutachten. Das ist in Krisenzeiten nichts Ungewöhnliches, viele Unternehmer sind jedoch verunsichert, weil sie nicht wissen was hier auf sie zukommt. …
Bild: PCE MS Blanche Schiffsfonds-Anlegern droht Totalverlust: Fachanwälte informierenBild: PCE MS Blanche Schiffsfonds-Anlegern droht Totalverlust: Fachanwälte informieren
PCE MS Blanche Schiffsfonds-Anlegern droht Totalverlust: Fachanwälte informieren
… den Chartererlösen könnten Zins und Tilgung nicht vollständig geleistet werden. Kostendeckend sei der Fonds erst bei einer Charterrate von 18.500 US $ pro Tag.Sanierungskonzept steht auf wackligen Füßen Das von der Gesellschafterversammlung beschlossene Sanierungskonzept sieht daher vor, dass die Gesellschafter weiteres Kapital in Höhe von 5,25 Mio. US …
Sie lesen gerade: Sanierungskonzept droht zu scheitern