(openPR) 25. September 03
Anlaesslich der oeffentlichen Anhoerung zur Aenderung des Tabaksteuergesetzes (BT-Drs. 15/1313) erklaeren die Sprecherin fuer Gesundheit und soziale Sicherung der SPD-Bundestagsfraktion, Helga Kuehn-Mengel, und Dr. Erika Ober, drogenpolitische Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion:
Die heutige Anhoerung hat erneut deutlich gemacht, dass der Tabakkonsum negative Auswirkungen auf die Kosten in unserem Gesundheitssystem hat und unsere Volkswirtschaft finanziell belastet. So muss davon ausgegangen werden, dass Tabakkonsum in unserem Gesundheitssystem Kosten in Hoehe von rund
20 Milliarden Euro jaehrlich verursacht.
Derzeit rauchen bis zu 35 Prozent der 15-Jaehrigen in Deutschland. Dies ist weltweit ein trauriger Spitzenwert. Es muss das Ziel der Politik sein, die Raucherquote, speziell unter Jugendlichen, deutlich zu senken. Neben einer umfassenden Aufklaerungskampagne muessen aber auch die Preise fuer Zigaretten steigen, um den Einstieg in die Sucht weniger attraktiv zu machen beziehungsweise einen Denkanstoss zum Aufhoeren zu geben.
Seit einigen Monaten werden auf dem deutschen Markt Zigarettenpackungen mit zehn Zigaretten verkauft. Mit diesem Produkt soll vor allem die Zielgruppe junger Menschen angesprochen werden. Wir schliessen uns der Meinung einiger Einzelsachverstaendiger an, dass dieses Angebot unmoralisch sei: hier werden in erster Linie junge Leute mit wenig Taschengeld zu Konsumenten, also Abhaengigen, gemacht.






