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„Hat die Oper eine Zukunft?“

29.03.201112:08 UhrKunst & Kultur
Bild: „Hat die Oper eine Zukunft?“
(v.l.n.r.): Prof. Jasmin Solfaghari,  Camille van Lunen, Dr. Ursula Benzing, Thomas Bockelmann, Renate Matthei
(v.l.n.r.): Prof. Jasmin Solfaghari, Camille van Lunen, Dr. Ursula Benzing, Thomas Bockelmann, Renate Matthei

(openPR) Eine kurzweilige Podiumsdiskussion zur Zukunft der Oper fand am Donnerstag, den 24.03.2011, in der Thalia Buchhandlung Kassel statt. Rund 80 Zuschauer folgten gespannt der lebendigen Diskussion des hochkarätig besetzten Podiums und diskutierten am Ende auch angeregt mit. Der Moderator Werner Fritsch, Leiter der HNA-Kulturredaktion, erfreute das Publikum durch pointierte Fragen und Nachfragen.

Die Leitende Musikdramaturgin und künftige Operndirektorin des Staatstheaters Kassel Dr. Ursula Benzing stellte in der Diskussion die große Bedeutung, die die Vermittlung für das Verständnis der Oper spielt, heraus. Der Intendant und Schauspieldirektor des Staatstheaters Kassel, Thomas Bockelmann, plädierte für eine Öffnung der Oper. Der Werkbegriff Oper befindet sich seit einigen Jahrzehnten in einem Auflösungsprozess. Die Bühnenspielpläne der letzten 50 Jahre zeigen ein deutliches Stagnieren in der Auswahl der Opern. Selten finden sich moderne Werke im Repertoire. Die Opernregisseurin und Professorin für dramatischen Unterricht, Jasmin Solfaghari aus Leipzig, sieht ihr größtes Ziel bei der Inszenierung einer Oper darin, das Publikum zu begeistern und ihr Interesse für das Genre zu wecken. Die Kölner Komponistin Camille van Lunen berichtete von ihren Erfahrungen beim Komponieren von Opern. Beim Schreiben einer Oper habe sie zwar stets das Publikum, für das sie schreibe, vor Augen, aber als zeitgenössische Komponistin schreibe sie eine zeitgenössische Oper. Diese habe einen anderen Hintergrund und eine andere Musiksprache als das Repertorie vergangener Jahrhunderte. Alle Podiumsteilnehmer waren sich einig darüber, dass das Publikum sich stärker gegenüber neuen Inszenierungen und zeitgenössischen Opern öffnen müsse, denn die Publikumsakzeptanz von unkonventionellen Produktionen sei maßgeblich für die Weiterentwicklung der Oper und des Musiktheaters. Aber auch die Opernhäuser müssen sich bemühen, mehr zeitgenössische Werke in ihre Spielpläne aufzunehmen. Eine Möglichkeit wäre die Subvention von Aufführungen zeitgenössischer Opern.

Anlass der Podiumsdiskussion war das neue Buch „Oper ohne Worte?“ von Dr. Ursula Benzing. Im Rahmen ihrer Dissertation untersuchte sie die Entwicklung und gesellschaftliche Rezeption der Gattung Oper. Das Buch erscheint nun im euregioverlag und Merseburger Verlag.

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