(openPR) BERLIN. Die Expertin für gesundheitlichen Verbraucherschutz der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel , erklärt:
Die vermeintlichen Alarmmeldungen von Greenpeace können nicht darüber hinwegtäuschen, dass unsere Lebensmittel sicher sind, die Qualität von Aussagen von Greenpeace dagegen unsicher ist.
Seit 1995 wird von Bund und Ländern ein Lebensmittel-Monitoring durchgeführt. Das Monitoring ist umfassend und konzentriert sich auf alle wesentlichen Stoffe, die die Gesundheit gefährden könnten. Es werden Lebensmittel nicht nur nach Rückständen von Pflanzenschutzmitteln untersucht, sondern auch der Gehalt von Mykotoxinen, cancerogenen Stoffen, die von Pilzen gebildet werden, Nitraten, mikrobiellen Belastungen und Schwermetallen untersucht. Seit Jahren nimmt die Zahl der Proben ab, bei denen Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden werden. Deshalb gilt, dass unsere Lebensmittel sicher sind.
Die Aussage von Greenpeace, nur bei Bioprodukten könne der Konsument sicher sein, ist falsch. Nitrofen wurde ausschließlich bei Weizen aus ökologischem Anbau gefunden. Zu hohe Nitratgehalte sind im Lebensmittel-Monitoring auch bei Freiland-Blattgemüse aus dem Ökolandbau gefunden worden. Wie gut ein landwirtschaftliches Produkt ist, kann nur durch die Untersuchung des Produkts ermittelt werden, die landwirtschaftliche Anbaumethode gestattet dagegen nur wenige Rückschlüsse.
Nach wie vor ist misslich, dass über die Einfuhr landwirtschaftlicher Produkte Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland auf dem Teller des Verbrauchers landen, die hier verboten sind. Welchen Sinn machen da Verbote? Die sachgemäße Anwendung von Pflanzenschutzmitteln lässt sich in Deutschland besser durchsetzen, Importe mit hohen Rückständen könnten vermieden werden.
Besser als umfassende und aufwändige Kontrollen von Lebensmitteln sind Sorgfalt und Hygiene bei der Produktion, Verarbeitung und Handel von Lebensmitteln. Denn Kontrollen können immer nur Stichproben sein.




