(openPR) Oldenburg, 22. März 2011
Hören mit Fiebing sucht freiwillige Teilnehmer
Im Rahmen einer groß angelegten Anwendungsstudie untersucht Hören mit Fiebing unter Leitung von Prof. Dr. Uwe Tewes den Einfluss eines koordinierten Hörtrainings auf das Sprachverstehen. Hierfür sucht das Oldenburger Hörgesundheitsunternehmen verschiedene Testgruppen. Die Langzeitstudie soll bestätigen, dass ein strukturiertes Training der zentralen Hörfunktionen im Gehirn zu einer erkennbaren Verbesserung des Sprachverständnisses führen kann.
Für die multizentrische Beobachtungsstudie zur Untersuchung des Effektes eines Trainings der zentralen Grundfunktionen auf das Hörverstehen (M.E.T.Z.) sucht Hören mit Fiebing freiwillige Teilnehmer mit unterschiedlichen Voraussetzungen: Normalhörende, Menschen mit einem geringen Hörverlust, die keine Hörsysteme tragen, sowie Hörsystemnutzer. Die Erforschung der Wirksamkeit eines strukturierten Hörtrainings zur Verbesserung des Sprachverstehens stellt den Schwerpunkt der M.E.T.Z.-Studie dar. Weitere Ziele sind die Forcierung der Früherkennung von Hörminderungen sowie der Abbau des Stigmas „Hörgeräte“. Im Rahmen der Langzeitstudie mit 800 geplanten Teilnehmern werden Daten der peripheren und zentralen Hörfunktionen vor, während und nach einem mehrwöchigen Hörtraining erhoben und miteinander verglichen.
Beim Hören handelt es sich um ein Zusammenspiel zwischen Ohr und Gehirn. Menschen, die schlecht hören und verstehen, leiden häufig nicht nur unter einer Hörminderung der Ohren. Hörschädigungen können dazu führen, dass das Gehirn das Hören „verlernt“. Denn die für die Hörwahrnehmung benötigten Nervenzellen können sich bei Nichtnutzung zurückbilden.
Dass Hörminderungen die Leistungsfähigkeit des Gehirns einschränken, bestätigt eine Studie des US-Wissenschaftlers Arthur Wingfield (1). Der amerikanische Psychologe und sein Team von der Brandeis-Universität untersuchten die geistigen Ressourcen von Schwerhörigen und stellten fest, dass Hörminderungen die Merkfähigkeit älterer Menschen verringern. Betroffene müssen einen großen Teil ihrer Hirnleistung auf das Hören und Verstehen von Sprachen verwenden. Dies kann unter anderem schnell zu Ermüdung führen. So wurde in diversen Onlineuntersuchungen der Organisation Hear-it (2) festgestellt, dass Schwerhörige bei der Arbeit schneller erschöpft sind.
Kleine, fast unsichtbare Hörtrainingssysteme, die mit einem gezielten Hörtraining kombiniert werden, sorgen dafür, dass Betroffene wieder gut hören und verstehen können. „So ist beispielsweise unser strukturiertes Hör-Trainingsprogramm audivita® ein einzigartiger Ansatz, um den Hörprozess zu verbessern“, erklärt Dr. Dieter Ilge, wissenschaftlicher Leiter bei Hören mit Fiebing. Durch Übungen für Hörtakt, Richtungshören, Tonhöhen-Unterscheidung sowie Reaktion schafft das Training nicht nur die Voraussetzung für besseres Hören und Verstehen. Auch die Gewöhnungsphase an Hörsysteme wird dadurch erheblich verkürzt. „Es hat sich gezeigt, dass sich durch ein spezielles Hörtraining diejenigen Nervenbahnen regenerieren können, die bei einer Hörminderung zurückgebildet wurden“, so Dr. Ilge. Somit kann der Hörprozess ganzheitlich – im Ohr und im Gehirn – wiederhergestellt werden.
Interessenten können unter der Adresse
Weitere Informationen zur M.E.T.Z.-Studie unter www.fiebing.de
(1) Quelle: Wingfield, A., Tun, P.A., & McCoy, S.L. (2005): Hearing loss in older adulthood: What it is and how it interacts with cognitive performance. In: Current Directions in Psychological Science. Bd. 14, S. 144–148.
(2) Quelle: http://www.hear-it.org
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