Ölmarkt: Für Preisnachlässe spricht wenig
(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Die Rohölpreise werden weiter maßgeblich von den Entwicklungen in den Krisenregionen Japan und Nordafrika/Naher Osten geprägt. So schwanken die Notierungen weiter auf hohem Niveau: Im Frühhandel kostete das Barrel Nordseeöl (Brent) knapp 155 Dollar; US-Leichtöl (WTI) 102 Dollar. Damit gaben die Preise gegenüber gestern leicht nach.
Aus Japan werden weiter Probleme aus dem Unglücks-Atomkraftwerk gemeldet. Derweil haben viele Raffinerien wieder ihren Betrieb aufgenommen und decken den erhöhten Kraftstoffbedarf für die Energieerzeugung durch die Arbeit unter Volllast. Psychologisch entlastend für die Rohölmärkte wirkt kurzfristig die Freigabe der strategischen Reserven des Landes.
Der Konflikt in Bahrain internationalisiert sich zunehmend. Das örtliche Königshaus wähnt sich von ausländischen Aggressoren bedroht, die seit Jahrzehnten Unruhe im Land schürten und es destabilisieren wollten, Stichwort Iran. Derweil streiken Teile der Bevölkerung und legen damit nicht zuletzt die Ölindustrie lahm.
Und Libyen? Der Krieg hält an, ein schnelles Ende ist nicht in Sicht, die Ölproduktion liegt als Nebeneffekt darnieder. Trotz Bombardements und Sanktionen gibt das Gaddafi-Regime nicht auf: Medienberichten zufolge soll der Despot über fast 150 Tonnen Gold verfügen, mit denen er den Krieg gegen die eigene Bevölkerung und den Westen monatelang bezahlen kann.
In der Summe spricht also wenig dafür, dass die Ölpreise in nächster Zeit nachgeben.
Heizöl dürfte heute günstiger werden, der kletternde Euro macht es möglich.
Das berichtet das Onlineportal des Fachmagazins BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau auf seiner Website www.brennstoffspiegel.de.
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