(openPR) Hamburg, 07. März 2011 - Bereits vor drei Jahren warnten viele Ökonomen vor dem Fachkräftemangel, der in der Zeitarbeit in vielen Bereichen längst angekommen ist. Nun wird es auch bei Arbeitskräften eng, die unterstützend und zumeist ohne qualifizierte Berufsausbildung tätig sind.
Seit dem Start des „Zeitarbeit-Job Netzwerks“, der spezialisierten Stellenbörse für Personaldienstleistungen (http://www.zeitarbeit-job-netzwerk.de), sind bereits mehr als 10.000 Stellenangebote geschaltet worden – Tendenz stark steigend.
Das Zeitarbeit-Job Netzwerk ist ein Verbund mehrerer Stellenportale, die jeweils die Jobangebote von Personaldienstleistern eines Bundeslands wiederspiegeln. Um den Usern die Jobsuche so einfach wie möglich zu machen, sind die Stellenangebote außerdem in 14 Kategorien unterteilt (u. a. Gewerbliche Berufe, Ingenieurberufe, IT- und EDV-Berufe, Kaufmännische Berufe, Medizin / Pflegeberufe, Pädagogik / Erziehung, Spedition / Lager / Logistik).
Durch diese regionale und berufsspezifische Betrachtung der Stellenangebote wird deutlich, dass der Fach- und Arbeitskräftemangel die Branche deutschlandweit eingeholt hat.
So blieben in Nordrhein-Westfalen (s. http://www.zeitarbeit-jobs-nrw.de) die Angebote für qualifiziertes technisches Personal seit Ende 2011 – prozentual gesehen – nahezu unverändert hoch. Bemerkenswert ist dagegen die Steigerung bei den Serviceberufen (z. B. Call Center Agents, Empfangsmitarbeiter, Kundenservicemitarbeiter) und bei gewerblichen Hilfstätigkeiten (z. B. Helfer, Kommissionierer, Staplerfahrer). Mit fast 19% sind sie überdurchschnittlich stark angewachsen.
Ähnlich stellt sich die Situation in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Niedersachsen dar. In Hamburg gab es dagegen schon immer eine hohe Affinität der Personaldienstleistungsbranche zum Logistiksektor. Daher waren Jobangebote aus dem Bereich Spedition, Lager und Logistik sowie einfache Hilfstätigkeiten seit Längerem überproportional häufig vertreten.
Als aufstrebende Boom-Branche wird deutschlandweit der Gesundheitssektor, insbesondere bei examinierten und unexaminierten Pflegeberufen, wahrgenommen. Einem steigenden Bedarf - z. B. +13% in Berlin, +11% in Schleswig-Holstein, +17% in Mecklenburg-Vorpommern - stehen jedoch zu wenig Bewerber gegenüber. Hier ist u. a. die Politik gefordert, ausländische Pflegeabschlüsse einfacher anerkennen zu lassen.
Wenn die Personaldienstleistungsbranche allgemein als Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung betrachtet wird, kann durchaus die Behauptung aufgestellt werden, dass hier im Kleinen zu sehen ist, was die Wirtschaft demnächst im Großen ereilen wird:
Der Arbeitskräftemangel ist kein Zukunftsproblem – er ist ein Problem der Gegenwart!












