(openPR) Von einer Ausschussware zu einem topselling Abdeckprodukt. Als profanes Abdeckmaterial kann man die Milchtüte bestimmt nicht bezeichnen den keine andere Schutzabdeckung hat eine so interessante und ereignisreiche Geschichte vorzuweisen wie der Milchtütenkarton.
Das Produkt, ein Kind mit vielen Namen: Milchtütenkarton, Milchtütenpapier, bedruckter Getränkekarton, Milchkarton, Milchtüte um nur die gängigsten zu nennen, kam Anfangs als Ausschussware der beiden größten Hersteller für solche Kartonagen Tetra Pak und Combibloc durch sogenannte Verwerterfirmen fast kostenlos auf den Markt. Maler, Gipser, Stuckateure erkannten bald die Vorteile des wasserfesten, statisch steifen und robusten Materials und lernten diese Eigenschaften alsbald so zu schätzen, daß auch Planer und Architekten diese effektive Schutz- und Abdeckmaßnahme in Ihre Ausschreibungen eintrugen.
Dieser Erfolg des Milchtütenkartons zog schnell immer größere Kreise, da kurze Zeit später auch der Handel auf die buntbedruckte Kartonage aufmerksam wurde. Die Nachfrage und das Interesse an dem Produkt stieg derart schnell an, dass die Milchtüte es schließlich bis in die Regale eines großen Baumarktes schaffte. Alles schien prächtig zu laufen, Verwerter, Handel und Handwerker verdienten gutes Geld mit der eigentlichen Ausschussware. Doch dann kam der Winter 2005/06 und die Firma Tetra Pak schob der ungeliebten Tatsache, dass Ihr Produkt als ungeschredderte Rollenware in Umlauf kam einen Riegel vor.
Verwerter und Konverter hielten sich nicht an die von Tetra Pak geforderten Auflagen und brachten das Material dennoch entgegen der Vereinbarung in Umlauf. Um dem nicht länger tatenlos zuzusehen, ließ der Verpackungsgigant alle ausgesonderten Restrollen mit Fehldrucken durch Stachelwalzen laufen, um sie generell als Verpackungsmaterial unbrauchbar zu machen.
Aus der dadurch enstehenden Verknappung der Ware, machten einige Firmen aus der Not eine Tugend und schafften ein neues Geschäftsfeld. Um- und Abrollfirmen mit Folienextrudierenden Maschinen, amten den bedruckten und PE Film laminierten Karton nach, in dem Sie auf Papier/Karton vollflächig PE-Folie aufkaschierten.
Heute kann man sagen, dass Milchtütenkarton im eigentliche Sinne nur dann noch als solcher zu bezeichnen ist wenn er mindestens 280 gr/m² schwer und beidseitig mit einer Folie beschichtet ist. Echtes bedrucktes Milchtütenpapier gibt es heute noch immer, es ist an der beidseitigen extra auf laminierten Dunkelfolie und den unregelmäßig auftauchten Trinkhalm- und Verschlusskappenlöchern, welche man heute einfach in Kauf nehmen muss, zu erkennen. Die aufgebrachte Anthrazitfarbene PE-Folie verhindert, dass die Logos und Dekore der jeweiligen Marken erkennbar sind, die Folie birgt auch noch einen weiteren Vorteil, Sie sorgt für eine bessere Abdichtung an den Fehlstellen der Trinkhalmlöcher erhöht die Wasserfestigkeit und die Grammatur des Produktes. Obwohl es sich beim Rohmaterial um die „echte“ Milchtüte handelt, stammt das Material nicht mehr von Tetra Pak sondern deren Konkurrenz.
Qualitätsunterschiede kann man an der Grammatur(gr/m²) und der Dicke leicht erkennen.
Milchtütenkarton erhält man heutzutage in den Farben grau, weiß und braun.
Nach wie vor gilt, der Getränkekarton ist ein famoses Abdeckmaterial im Außen- und Innenbereich, mit langen Standzeiten, gut zu reinigen und letztlich sogar wiederverwendbar.
Das freundliche Team von Protect & Cover steht mit kompetentem Fachwissen gerne zur Verfügung.
















