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Kindergarten-Leitung muss freigestellt werden

28.02.201108:46 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Stuttgart, 27. Februar – Der Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart begrüßt die Ankündigung von Kultusministerin Marion Schick, den Orientierungsplan als verbindliche Grundlage festzuschreiben. Positiv bewertet der Verband Schicks Eckpunkte ihrer Handlungsstrategie 2020, die die Freistellung der Kindergartenleitungen für die Aufgabe als Führungskraft und des pädagogischen Personals für Weiterqualifizierung vorsehen. „Diese Freistellung halten wir für eine dringende Voraussetzung dafür, dass die Umsetzung des Orientierungsplans in den Kindergärten gelingen kann“, erklärt Johannes Böcker, Caritasdirektor der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Denn mit Inkrafttreten der neuen Kindertagesstättenverordnung (KiTaVO) im Dezember 2010 habe man nur einen allerersten Schritt zur Umsetzung des Orientierungsplans gemacht. Die KiTaVO schreibe ein Minimum an personellen Standards fest, die in den Kommunen und bei den Trägern künftig nicht mehr unterschritten werden dürfe.



Der Caritasverband mahnt an, seitens des Landes die finanziellen Ressourcen zur Verfügung zu stellen, damit der Orientierungsplan konsequent umgesetzt werden könne. „Will man einen zukunftsfähigen Kindergarten, müssen Leitungen für die konzeptionelle Arbeit, Personalentwicklung und die Entwicklung in den Spuren des Orientierungsplans klare zeitliche Kontingente zugewiesen bekommen“, so Böcker.

Laut jetzigem Stand könne weder ein Kindergarten-Träger die Finanzierung der Freistellung der Leitung von der Kommune verlangen, noch könne die Leitungskraft vom Träger dies einfordern. „Ob eine Leitungskraft die ihr zufallenden Aufgaben wahrnehmen kann, ist nun dem freien Spiel der Kräfte überlassen“, kritisiert Dr. Ursula Wollasch, Geschäftsführerin des Landesverbandes Katholischer Kindertagesstätten (LV Kita).

Damit die Einrichtungen dahingehend weiterentwickelt werden, dass gerade auch Kinder aus armen oder Migrantenfamilien mehr Chancen erhalten und einen gelingenden Start ihrer Entwicklung haben, sieht Böcker konzeptionelle Arbeit vor Ort unumgänglich. Eine der derzeitigen großen Herausforderungen sei, die Eltern mit ins Boot zu holen. „Sprachbildung oder die Ausbildung der motorischen Fähigkeiten kann nur dann nachhaltig funktionieren, wenn Eltern diese unterstützen und eingebunden werden.“ Den Kitas falle so auch die Aufgabe zu, die Erziehungskompetenz der Eltern zu stärken und sie zugleich als Experten für ihre Kinder anzuerkennen. „Dies verlangt von den Erzieherinnen Zeit und Plan.“

Ebenso brauche eine planvolle kindgemäße Vernetzung mit der Grundschule Zeit, um den Übergang von der Kita in die Grundschule zu begleiten. Nur so könnten die durch den Orientierungsplan intendierten Entwicklungsschritte in der Grundschule weiterverfolgt werden und auf die individuellen Fähigkeiten der Kinder aufgebaut werden. Einer Vereinahmung des Kindergartens durch die Grundschule erteilen der Landesverband und der Diözesancaritasverband eine klare Absage. Sie sehen daher auch die landesweite Umwandlung aller Kindergärten in Bildungshäuser kritisch. „Was je nach Kommune ein guter Ansatz sein kann, ist noch kein bildungspolitisches Konzept für das Land, zumal die wissenschaftliche Evaluation noch gar nicht abgeschlossen ist. Das Ganze ist ein Schnellschuss", sagt Ursula Wollasch.

Der katholische Landesverband und die Caritas der Diözese Rottenburg-Stuttgart setzen sich dafür ein, dass alle Kinder von Anfang an und unabhängig von ihrer Herkunft die Chance erhalten, sich zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu entwickeln. Damit wäre ein wichtiger Schritt für eine inklusive Bildung in Baden-Württemberg gemacht. Dies ist der Kernpunkt des Positionspapiers, mit dem sich der Caritasverband Rottenburg-Stuttgart zur Landtagswahl in Baden-Württemberg am 27. März 2011 zu Wort meldet. Mehr zum Positionspapier unter www.caritas-waehlt.de.

Dem Landesverband katholischer Kindertagesstätten sind derzeit 671 Mitglieder mit 1.129 Einrichtungen angeschlossen. Täglich betreuen hier 6.244 Mitarbeiterinnen in 2.743 Gruppen rund 61.300 Kinder.

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