(openPR) Generationswechsel am Asklepios Klinikum Bad Abbach: Der 38-jährige Dr. Patrick Hoffstetter ist neuer Leiter des Röntgeninstitutes. Er löst damit Dr. Walter Söndgen ab, der nach 24 Jahren als Chefarzt in den Ruhestand gegangen ist.
Dr. Hoffstetter, zuvor Oberarzt am Institut für Röntgendiagnostik des Universitätsklinikums Regensburg, hat sich viel vorgenommen: „Ganz oben auf meiner Liste steht die Modernisierung des Instituts und die Intensivierung der Kooperation mit dem Universitätsklinikum. Auch die Umsetzung moderner Radiologiekonzepte sowie die engere Zusammenarbeit mit den einzelnen Fachabteilungen des Asklepios Klinikums Bad Abbach sind mir ein großes Anliegen“, erklärt Dr. Hoffstetter.
Den ersten Punkt kann der gebürtige Münchner schon bald abhaken: Die Modernisierung und vollständige Digitalisierung wird bis Ende März weitgehend abgeschlossen sein. In den kommenden Wochen stellen Dr. Hoffstetter und sein Team vollständig auf digitales Röntgen um. Das Verfahren überträgt die Röntgenaufnahmen direkt auf den Computer-Bildschirm, bietet eine hohe Qualität und ermöglicht, über- oder unterbelichtete Aufnahmen zu bearbeiten, so dass weniger Bilder wiederholt werden müssen. Davon profitiert der Patient ebenso wie von der deutlich geringeren Strahlenexposition im Vergleich zum herkömmlichen Röntgen. Die Anschaffung eines modernen Radiologieinformationssystems (RIS) sowie eines PAC-Systems (Picture Archiving and Communication System) zur Verteilung und Archivierung der Patientenbilder trägt zu einer weiteren Modernisierung und Arbeitserleichterung bei.
„Mit all diesen Neuerungen können wir technisch auf höchstem Niveau arbeiten“, erklärt der Chefarzt. Nur ein Geräte-Wunsch ist dann noch offen, dieser soll bis Ende des Jahres erfüllt werden: ein Magnetresonanztomograph (MRT) neuester Bauart. MRTs werden zunehmend in der medizinischen Diagnostik eingesetzt, da sie zum einen hohe diagnostische Aussagekraft aufweisen, andererseits keine Strahlenexposition verursachen. Die neueste Generation der MRT-Scanner arbeitet mit einem besonders starken Magnetfeld. Ein solches modernes Hochfeldgerät, das – wenn es nach Dr. Hoffstetter geht – möglichst schnell im Asklepios Klinikum stehen soll, „ist äußerst genau und kann selbst kleinste krankhafte Veränderungen nachweisen, so dass wir noch früher eine genaue Diagnose stellen können.“
Kooperation mit Universitätsklinikum Regensburg
Die Kooperation mit dem Universitätsklinikum Regensburg, die auf der Prioritätenliste des Chefarztes ebenfalls ganz oben steht, ist auch auf einem guten Weg. „Wir haben vor wenigen Wochen einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, der nicht nur den wissenschaftlichen Austausch fördert, sondern auch ganz praktische Vorteile für beide Seiten bietet“, so Dr. Hoffstetter. „Die Radiologie entwickelt sich rasch weiter: die Technik wird besser und es wird intensiv geforscht, wie diese in der klinischen Anwendung optimal genutzt werden kann. Durch die Kooperation sind wir wissenschaftlich stets auf dem neuesten Stand. Das gewonnene Wissen kommt unseren Patienten in Form von optimaler Therapie und Diagnostik zu Gute.“ Der wissenschaftliche Austausch läuft in beide Richtungen. So schickt das Universitätsklinikum Regensburg regelmäßig Assistenzärzte zur Weiterbildung im Bereich Radiologie ans Asklepios Klinikum. „Wir haben eine Rotationsstelle eingerichtet, die jungen Ärzten im Rahmen der Facharztausbildung die Möglichkeit gibt, sich auf dem Gebiet der rheumatologischen und muskuloskelettalen Radiologie zu spezialisieren“, erklärt Dr. Hoffstetter. Er selbst ist noch immer Oberarzt am Universitätsklinikum und hält im Rahmen des Kooperationsvertrages dort auch Seminare und Vorlesungen ab.
Intensivieren möchte der Chefarzt vor allem den Bereich der Telemedizin, der ebenfalls Bestandteil der Kooperation ist. „Manchmal gibt es Spezialfälle, bei denen es wichtig ist, einen Kollegen zu kontaktieren, um die Diagnose abzusichern.“ Die Telemedizin, in diesem Fall Teleradiologie, ermöglicht es, radiologische Befunde an einen Arzt im Universitätsklinikum weiterzuleiten und dort eine Zweitmeinung einzuholen. „Genauso gut kann natürlich ein Kollege aus dem Universitätsklinikum einen Befund an uns weiterleiten, um ihn nochmals überprüfen zu lassen.“
Radiologie als interdisziplinäre Schnittstelle moderner Medizin
Die enge Zusammenarbeit mit Ärzten und Kollegen ist Dr. Hoffstetter generell ein großes Anliegen. „Die Radiologie ist die interdisziplinäre Schnittstelle moderner Medizin, kein Fach kommt heute noch ohne bildgebende Verfahren aus.“ Deshalb setzten moderne Radiologiekonzepte auf eine intensive Zusammenarbeit zwischen Radiologen und behandelnden Ärzten. Dieses Konzept möchte er auch in Bad Abbach stärken: „Denn je enger behandelnde Ärzte und Radiologen zusammenarbeiten, umso exakter wird die Diagnose.“
Eine enge Zusammenarbeit macht auch das nächste große Ziel von Dr. Hoffstetter nötig: Die Einrichtung eines Zentrums für muskuloskelettale Bildgebung am Asklepios Klinikum Bad Abbach, das heißt, die Spezialisierung auf radiologische Diagnostik bei allen Beschwerden des Bewegungsapparates. Mit der Modernisierung der technischen Ausstattung, der Umsetzung moderner Radiologiekonzepte sowie der Kooperation mit dem Universitätsklinikum Regensburg sind auch hier die ersten Schritte schon getan.
Dr. Patrick Hoffstetter
Dr. Patrick Hoffstetter (38) ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in Regensburg. Nach dem Studium der Medizin in Leipzig, Ulm und Regensburg promovierte er 2002 im Bereich Radiologie. Bevor er ans Asklepios Klinikum Bad Abbach wechselte, war der Facharzt für Radiologie als Oberarzt am Universitätsklinikum Regensburg tätig. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Familie, beim Joggen oder mit klassischer Musik.











