(openPR) Für viele Senioren bedeutet Lebensqualität ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden. Dies ist oft nur möglich, wenn man sich im Ernstfall auf schnelle Hilfe verlassen kann. Auf der CeBIT 2011 stellt das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) aus Kaiserslautern ein System vor, das Notlagen erkennt und im Bedarfsfall einen Notruf auslöst.
Wissenschaftler des Fraunhofer IESE entwickeln dieses System gemeinsam mit dem Westpfalz Klinikum sowie den Firmen CIBEK technolgy + trading und Binder Elektronik im Rahmen des Forschungsprojekts „ProAssist4Life“ (Proaktive Assistenz für kritische Lebenslagen). Auf dem Fraunhofer Gemeinschaftsstand (Halle 9, Stand B36) der diesjährigen CeBIT in Hannover zeigt ein Prototyp, wie die Notfallerkennung funktioniert. Als Kulisse dient eine Küche, in der sich ein Student ein Frühstück zubereitet. Mithilfe unauffälliger Sensoren erlernt das System fortwährend das gewohnte Verhalten des Bewohners. Sobald das System ungewöhnliches Verhalten registriert, zum Beispiel regungsloses Verweilen auf einem Stuhl oder dem Fußboden, wird der Bewohner zunächst angesprochen. Dies kann telefonisch oder per Touch-Bildschirm mit integriertem Lautsprecher passieren und soll einen möglichen Fehlalarm vermeiden. Ist die Situation unkritisch, gibt der Betroffene Entwarnung durch Berührung des Bildschirms. Reagiert die Person nicht, schließt die Software auf eine Notlage und kontaktiert eine Vertrauensperson oder die Rettungsleitstelle.
Dazu sind weder Kameras noch Mikrofone nötig. Ebenso wenig müssen die Senioren Messgeräte am Körper tragen. Die Sensoren sind nahezu unsichtbar in die Wohnumgebung integriert. Die Installation ist dank der verwendeten Funktechnologie besonders einfach. Lästiges Kabellegen entfällt. „Unsere Sensoren sind kein Ersatz für Hausnotrufsysteme“ betont Holger Storf, Wissenschaftler am IESE. „Vielmehr verstehen wir sie als eine Art Airbag“. Bisher gibt es kein vergleichbares System am Markt.








