(openPR) Tunnel schlägt Brücke: Dänemark investiert gut fünf Milliarden Euro in die Fehmarnbelt-Querung und baut den längsten Absenktunnel der Welt. Das 18 Kilometer lange Bauwerk soll Deutschland mit Dänemark verbinden und 2020 eröffnet werden. Damit die Ingenieure den Trassenverlauf über die Ostsee-Meerenge millimetergenau realisieren und vor allem die Bohrungen für das Mammutbauwerk exakt positionieren können, liefern Allsat GmbH und AXIO-NET GmbH aus Hannover die Technik und garantieren die Grundlage den Fehmarnbelt satellitengestützt via GNSS zu vermessen.
GNSS steht für Globale Navigations-Satelliten-Systeme und bedient sich sowohl der amerikanischen GPS- wie auch der russischen GLONASS-Satellitensignale und zukünftig auch der Signale des europäischen Galileo-Systems. Das Referenzsystem wurde im August 2010 an das zuständige Planungsbüro Femern A/S übergeben und läuft seither exakt und zuverlässig 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche rund um die Uhr.
Anders als beim einfachen GPS-Navigationsgerät, das mit einer Genauigkeit von 1-5 Meter arbeitet, lassen sich mit den GNSS-Daten von Allsat und Axio-Net millimetergenau Koordinaten in Echtzeit bestimmen. Ein solches Hochleistungsnavigationssystem empfängt die Daten mittels präzise positionierter Antennen. Die hinterlegte Software GNSMART, die die Signale mit den tatsächlichen Koordinaten abgleicht, korrigiert automatisch Fehler der Satellitensignale, da diese witterungsbedingten Abweichungen unterliegen.
Jeweils zwei Referenzstationen hat Allsat bei Puttgarden auf der deutschen Ostsee-Insel Fehmarn und Rødby auf der dänischen Insel Lolland installiert. Die Stationen ruhen auf tiefgründigen Fundamenten, sind unverrückbar und liefern damit die Referenzkoordinaten für die zuverlässige wie präzise Korrektur.
Das Referenznetz wurde im Februar 2010 fertig gestellt und in den Testbetrieb übernommen. Betreiber ist nun AXIO-NET. Das Netz wird die gesamte Großbaustelle permanent mit GNSS-Korrekturdaten vorsorgen und nach Fertigstellung der Querung noch mindestens weitere drei Jahre für Monitoringzwecke zur Verfügung stehen.
Auftraggeber ist die Femern A/S, die eigens vom dänischen Verkehrsministerium für die vorbereitende Planung der Fehmarnbelt-Querung gegründet wurde. 2014 soll mit dem Bau des Supertunnels begonnen werden. Insgesamt wird er aus drei Röhren bestehen: zwei für eine vierspurige Autobahn und eine dritte für eine zweigleisige Bahnstrecke.











