(openPR) Duisburg. Die Pressemeldung von Rudolf Kley muss man einfach ernst nehmen. Sie flattert nicht am 1. April ins Haus und die tollen Tage stecken noch in den Kinderschuhen. Doch der Schuh drückt, besser gesagt der im Volksmund als „Schuhkarton“ bezeichnete Anbau des Museums Küppersmühle. Die Fertigstellung ist in Frage gestellt, weil die Kosten davonlaufen. Ein Zeitpunkt für eine etwaige Einweihung ist in weite Ferne gerückt. Ganz Duisburg hofft auf ein Wunder.
„Wunderbar!“ sagt der Duisburger Apotheker, Maler und Aktionskünstler Rudolf Kley. Und wieder leuchtet der Schalk in seinen Augen, wenn er todernst weiterfährt: „Dann erkläre ich das Stahlgerippe eben zu einem Kunstwerk. Dann muss es nicht weitergebaut werden- kann aber. Wir können trotzdem schon mit der Stadtwerbung anfangen, denn solch eine Skulptur hat keine andere Stadt.“
Die Kunstgeschichte zeigt, dass Alltagsgegenstände, z.B. Pissbecken, Flaschentrockner nur durch Erklärung eines Künstler in den Rang eines unvergleichlichen Kunstwerkes erhoben werden können. (Stichworte: Marcel Duchamp, Ready made) Mit solchen Kunstwerken kennt Rudolf Kley sich aus. So hat er 2005 einen Flaschentrockner mit Löffeln gespickt, die Bürger ihm aus der ganzen Bundesrepublik als Vorgriff auf die Folgen der Gesundheitsreform abgegeben hatten, und mit diesem „doppelten Readymade“ den Altmeister Marcel Duchamp noch getoppt. ( http://www.deapo.de/images/gesundheitswesen/suppe.jpg ) Als Vorsitzender der Interessengemeinschaft Duisburger Steuerzahler hat Rudolf Kley 1994 alle 20 000 Duisburger Hunde zu Kunstwerken erklärt „Für diese lebendigen Skulpturen ist jetzt keine Hundesteuer mehr zu entrichten. Denn Kunstwerke sind allgemein hundesteuerfrei!“ ( http://deapo.de/images/Archiv/nameart/HUND1.JPG )
Für diese Aktion erhielt der Aktionskünstler den Stern der Woche von Stern TV. Obwohl nach Ansicht des Hundefreundes eigentlich nur strittig war, wie die Hinterlassenschaften der Hunde einzuordnen sind, ob es z.B. eigenständige Kunstwerke sind, die nicht entfernt werden dürfen, erweist sich die Stadt Duisburg in diesem Fall als Kunstmuffel und treibt die Hundesteuer weiter ein.
Nach der bescheidenen Selbsteinschätzung des Künstler hat Rudolf Kley für die neuerliche Aktion allerdings einen Orden der Stadt Duisburg verdient. „Schließlich erstreckt sich der viele Millionen schwere Nachlass –schätzungsweise über 30 Millionen-den das Sammlerehepaar nach 10 Jahren beim Kauf des Anbaues indirekt von der Stadt Duisburg bekommen soll, nur auf den Museumsanbau. Durch seine Kunstwerk-Eigenschaft wird der Anbau aufgewertet. Kley „Deshalb muss der Nachlass neu verhandelt werden.“ Der gebeutelten GEBAG (Immobilienunternehmen der Stadt Duisburg), die mit dem Museumserweiterungsbau ganz offensichtlich „GELD VERSENKEN“ spielt, bietet der Künstler eine Aufbesserung der Bilanz dadurch an, dass er gerne auch fertige Gebäude zu Kunstwerken erklärt. „Mieterhöhungen lassen sich dann einfacher durchsetzen. Sie erscheinen auch den Mietern gerecht, die dann nicht mehr der Ansicht sind, dass sie das Millionengeschenk an das Sammlerehepaar mitfinanzieren müssen.












