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Abwassertests: Goldorfen werden verschont

28.04.200422:39 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Abwasseruntersuchungen kuenftig durch Fischei-Test

Berlin, 07. Oktober 2003 - Auf Initiative des Bundesumweltministeriums wird der bisher uebliche Fischtest bei Abwasseruntersuchungen abgeschafft und durch ein tierschutzgerechtes Verfahren ersetzt. Bislang wurde zur Bestimmung der Qualitaet von Abwasser eine hohe Anzahl der kleinen Fischart Goldorfe dem Abwasser ausgesetzt. Dabei sind stets zahlreiche Versuchstiere verendet.

Das Bundesumweltministerium hatte sich ueber viele Jahre dafuer eingesetzt, dass der sogenannte Goldorfen-Fischtest durch ein tierschutzgerechtes Verfahren abgeloest wird. Mit dem Fischei-Test wird nun ein Untersuchungsverfahren eingefuehrt, das bei gleicher Aussagekraft den Forderungen an einen anspruchsvollen Tier- und Umweltschutz gerecht wird.

Durch die Einfuehrung des neuen Fischei-Testes koennen die bisherigen Untersuchungen mit rund 40.000 bis 50.000 Fischen pro Jahr vollstaendig entfallen. Hierzu sollen das Abwasserabgabengesetz (AbwAG) und die Abwasserverordnung (AbwV) geaendert werden.

Das Bundesumweltministerium hat jetzt entsprechende Entwuerfe den beteiligten Kreisen zur Stellungnahme vorgelegt.

Fischtests sind bislang noetig, um unerwuenschte biologische Wirkungen im Abwasser erfassen zu koennen, die grundsaetzlich nicht mit chemisch-physikalischen Messmethoden feststellbar sind. Zum Schutz der Organismen im Gewaesser werden daher biologische Testverfahren eingesetzt. Das erste angewandte Verfahren war der Fischtest mit der Goldorfe, der in den 60-er und 70-er Jahren wegen der haeufig auftretenden Fischsterben in den Oberflaechengewaessern eingesetzt wurde. Der bisher unvermeidliche Goldorfen-Fischtest kann nun vollstaendig durch den Fischei-Test ersetzt werden.

Auch andere Ueberwachungsverfahren sollen aktualisiert werden. So soll die Bestimmung des Chemischen Sauerstoffbedarfs (CSB) durch das TOC-Verfahren (Total Organic Carbon) ersetzt werden, das erheblich kleinere Arbeitsschutzrisiken aufweist und weitestgehend ohne Einsatz problematischer Testchemikalien durchgefuehrt wird.

 

Hrsg: BMU-Pressereferat, Alexanderplatz 6, 10178 Berlin

Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich)

Jürgen Maaß, Frauke Stamer, Henry Wyes

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