(openPR) Das künstlerische Multimedia-Projekt von Jo Blankenburg (Musik/Video) und Andy Fox (Fotografie/Video) hat parallel zu den 61. Berliner Filmfestspielen vom 9. bis 20. Februar 2011 im Urania Event Center in Berlin-Schöneberg Premiere. Den Brüdern geht es bei diesem Experiment mit 7 Frauen unterschiedlicher Herkunft um das Mahnen an die großen Ölkatastrophen durch die "metaphorische Gleichstellung des Menschen mit den vom Öl verschmierten Vögeln". Das Highspeed-Video, Interviews mit den weiblichen "Opfern" und ein Making-Of gibt es unter www.oil-spill.de.
Die letzte Ölkatastrophe im Golf von Mexiko im Frühsommer 2010 liegt erst wenige Monate zurück und scheint doch fast vergessen. Ölverklebte, am Strand verendende Vögel sind längst zu einem Sinnbild geworden für den allein vom Kommerz dirigierten, der Natur gegenüber verantwortungslosen Umgang mit Ressourcen. Die Meeresbewohner haben keine Chance, der klebrigen, schwarzen Pest zu entgehen. Wie aber reagieren junge Frauen unterschiedlicher Herkunft darauf, unversehens mit einer ölartigen Flüssigkeit übergossen zu werden? Jo Blankenburg, Komponist und Videofilmer, und sein Bruder Andy Fox, Fotograf, dessen Surf- und Outdoor-Fotografien international publiziert werden, wagten ein Experiment gegen das Vergessen.
Das OIL SPILL Kunstprojekt
Die "Opfer" waren 7 junge Frauen mit unterschiedlichen geographischen Wurzeln.
Nur mit einem Bikini bekleidet lag jede von ihnen auf einem weißen Brett in einem flachen Pool. Sie waren gefordert, der Ungewissheit mit geöffneten Augen entgegen zu blicken, nicht wegzuschauen und sich nicht wegzudrehen. Neun Liter einer schwarzen, ölartigen Substanz ergossen sich vier Sekunden lang über das Gesicht. Das kurzzeitige Überfluten der Nasenlöcher und des Mundes sorgte für einen Schreck-Moment und Atemlosigkeit.
Die Highspeed-Video- und Fotokameras hielten mit 500 Bildern pro Sekunde jede
Gesichtsregung, jeden Gefühlsausbruch fest.
Jo Blankenburg sagt: "Uns ging es um das metaphorische Gleichstellen des Menschen mit den vom Öl betroffenen Vögeln. Die Intention des Projekts wurde erst am Ende der einzelnen Interviews mit den Frauen aufgelöst.“ Und Andy Fox ergänzt: "Es bedeutete einen Nervenkitzel für beide Seiten. Die Teilnehmerinnen wussten nicht, was sie erwartet. Hinter der Kamera waren wir gespannt, welchen Gesichtsausdruck uns die Teilnehmerin zeigen oder ob es gar zu einem Gefühlsausbruch kommen würde.“
Präsentation des OIL SPILL Projektes
Die Highspeed-Videoaufnahmen einer Teilnehmerin wurden exemplarisch in einem Teaser-Videoclip verarbeitet und mit einem eigens für das Projekt komponierten Soundtrack unterlegt. Der Musik-Clip kann auf www.oil-spill.de (nach der Premiere in der Urania zur Berlinale 2011) kostenlos heruntergeladen werden.
Insgesamt existieren 7 Videos mit Highspeed-Sequenzen, zudem ein Video-Interview jeder Teilnehmerin und ein Making-Of-Film.
Das Projekt soll mit prominenten Persönlichkeiten fortgesetzt werden, um das Thema Umweltverschmutzung auf eine künstlerisch-ästhetisch ansprechende und eindringliche Weise weiterhin ins Bewusstsein zu rufen.


















