(openPR) HAMBURG (mh). Für zahlreiche Jugendliche, die im Sommer die Schule verlassen, beginnt spätestens mit dem Zwischenzeugnis die Suche nach einem Ausbildungsplatz. Zeitaufwändig werden Bewerbungen getippt, Lebensläufe erstellt, Zeugniskopien angefertigt – und die gesammelten Werke mitsamt schmuckem Foto an den potentiellen Ausbildungsbetrieb gesandt. Was viele nicht bedenken: das wichtigste Zeugnis stellen sie sich, spätestens beim Vorstellungsgespräch, selbst aus.
Annähernd 600.000 Ausbildungsplätze stellen die Betriebe in Deutschland pro Jahr zur Verfügung. Doch längst nicht alle Ausbildungsstellen werden besetzt. Obwohl laut der Ausbildungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2010 noch 84.575 Bewerber ohne Ausbildungsplatz waren, blieben 19.509 Lehrstellen unbesetzt. Als Grund hierfür geben meisten Unternehmen an, dass sie insbesondere die soziale Kompetenz vieler Jugendlichen als deutlich unzureichend einschätzen. Wenn die schulischen Leistungen und Noten der Bewerber schlecht sind, können sie den Ausbilder oftmals durch ihre Persönlichkeit überzeugen. Mangelt es aber bereits an den grundlegendsten sozialen Fähigkeiten und Umgangsformen, bedeutet das jedoch das sichere Aus.
Der Situation angemessenes Benehmen hält auch Benimm-Coach Marion A. Hackl aus Hamburg für unabdingbar. „Die Aufgabe des Ausbilders ist es primär, Lehrlinge fachlich zu qualifizieren, nicht aber die teils massiv vorhandenen Versäumnisse des Elternhauses hinsichtlich ihres Sozialverhaltens aufzuarbeiten. Schon alleine zeitlich ist das im betrieblichen Ablauf nicht zu schaffen. Abgesehen davon, dass ebenso die gesamten Kollegen gefordert wären und große Unruhe entstehen würde.“
Als Benimm-Coach trainiert Hackl unter anderem Jungendliche, um sie fit für die die Herausforderungen im Arbeitsmarkt zu machen. Das bedeutet, wenn erforderlich, Unterstützung von Beginn an - von der Bewerbung bis hin zur umfassenden Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch Hackl weiß ebenso um die Anforderungen, die Unternehmen an ihre Auszubildenden stellen, als auch um die Defizite, die manch Auszubildendem den Weg in die berufliche Zukunft verbauen. Angefangen vom Sinn für Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit, über verbale wie nonverbale Ausdrucksformen bis hin zu eigenen Kritikfähigkeit und der Anerkenntnis von Autoritäten gilt es, das durchaus vorhandene Bewusstsein hierfür zu wecken. Ist das erst einmal geschafft, dann klappt’s zumeist auch ganz schnell mit der begehrten Ausbildungsstelle.
















