(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Nach der gestrigen Ankündigung des saudischen Ölministers al Naimi, bei einer gesteigerten Nachfrage in diesem Jahr auch die Förderquoten anheben zu wollen, brachen die Ölpreise auf breiter Front ein. US-Leichtöl (WTI) verlor innerhalb weniger Stunden rund 2 US-Dollar je Barrel und notiert unter der 88-Dollar-Grenze. Bei dem derzeit knapperen Nordseeöl (Brent) fielen die Verluste mit rund 1,40 Dollar nicht ganz so gravierend aus. Bestehen bleibt die Preisspanne zwischen beiden Referenzsorten. Sie beträgt nach wie vor 9 US-Dollar je Barrel zugunsten von Brent. Im Morgenhandel zeigten sich beide Referenzsorten stabiler, machten jedoch keine größeren Sprünge über die Tagesschlusswerte vom Montag.
Der Markt reagiert damit auf eine Überversorgungslage. Anleger gingen bisher davon aus, dass die OPEC die im Herbst beschlossene Beibehaltung der Förderquoten nicht anrührt. Die Ankündigung des einflussreichsten OPEC-Mitgliedes erschwert nun eine Verknappung der Versorgung und damit weitere Preissteigerungen. Generell rechnen die Experten jedoch damit, dass der Preis vor allem für WTI weiter ansteigt.
Deutsche Heizölverbraucher können heute jedoch mit größeren Abschlägen rechnen. Dafür sorgt auch ein weiterhin stärkerer Euro, der heute Morgen für 1,365 US-Dollar gehandelt wurde. Das berichtet das Onlineportal des Fachmagazins BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau auf seiner Website http://www.brennstoffspiegel.de.
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Frank Urbansky
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