(openPR) Die Möglichkeiten, die moderne Haushaltsgeräte heute bieten, werden immer umfangreicher. Während man bei einem Backofen früher nur zwischen Oberhitze, Unterhitze und Umluft wählen konnte, sind moderne Geräte heute mit Bratautomatiken ausgestattet, in denen zur vorbestimmten Bratphase zum definierten Zeitpunkt die Temperatur verändert wird. Bei modernen Waschmaschinen werden automatische Waschmitteldosiersysteme angeboten, die sowohl flüssiges als auch pulverförmige Waschmittel perfekt dosieren und damit die Umwelt schonen.
Selbst bei Kaffeeautomaten macht diese Entwicklung nicht halt. Auf Knopfdruck kann man aus einer Vielzahl verschiedener Kaffeevariationen wählen. Und wenn man möchte, kann der Automat auch gleich noch ein Milchherzchen in den Latte Macchiato „schreiben“.
Aber wie sieht es mit der Bedienung aus?
Unterschiedlichste Bedienkonzepte bei Haushaltsgeräten
Durch die immer vielfältigeren Möglichkeiten und Funktionen steigt oft auch der Grad der Schwierigkeit, diese modernen Geräte zu bedienen. Selbst bei „einfachen“ Geräten wie Backöfen, Mikrowellengeräten oder manchmal sogar Toastern sind heute eine Vielzahl von Schaltern, Tasten und Displays angebracht.
Die Art und Weise der Bedienung unterscheidet sich dabei aber sehr stark voneinander. Selbst wenn man bewusst alle Geräte von einem Hersteller kauft, darf man leider nicht davon ausgehen, dass diese Geräte in ihrer Bedienung ähnlich sind.
Sind die Geräte gar von unterschiedlichen Herstellern, besteht hinsichtlich des Bedienkonzeptes überhaupt keine Verwandtschaft mehr.
Ältere Menschen sind dadurch sehr schnell überfordert, besonders dann, wenn sie sich wegen Urlaubsvertretung in einer fremden Küche befinden. Selbst Menschen mit einem Hang zur Technik sind oft gezwungen, umfangreiche Bedienungsanleitungen zu lesen, um die wichtigsten Funktionen ihrer Geräte kennenzulernen.
Wie war das noch gleich?
Wird ein Gerät längere Zeit nicht mehr benutzt, so weiß man bald nicht mehr, wo sich diese oder jene Funktion in welchem Menü oder welcher Menüebene versteckt und man ist gezwungen, sich mittels vieler Tastendrücke durch die Ebenen zu bewegen. Das nervt.
Als Anzeigeelemente sind hochauflösende Graphikdisplays selbst in Geräten der mittleren und sogar niedrigpreisigen Segmente erschwinglich geworden und inzwischen üblich. Hier könnten neben aussagekräftigen Texten auch Symbole angezeigt werden. Untersuchungen haben allerdings gezeigt, dass die meisten Menschen textbasierende Menüs gegenüber denen mit Symbolen den Vorzug geben. Die Verwendung verschiedener Landessprachen und deren Auswahl über einen entsprechenden Menüpunkt ist technisch sehr einfach zu realisieren und gilt bei vielen Herstellern zum Glück inzwischen zum Standard.
Sensortasten oder mechanische Schalter?
Sensortasten gelten gegenüber Schmutz und Wasser als unempfindlich. Allerdings bemängeln viele Anwender, dass diese oft nicht wie gewollt reagieren, insbesondere dann, wenn z. B. die Finger schmutzig oder nass sind, oder Topfhandschuhe getragen werden. Auch beim Reinigen der Geräte mit feuchten Schwämmen oder Reinigungstüchern reagieren diese oft mit einer ungewollten Aktivierung von Funktionen. Viele Anwender bemängeln auch das fehlende „User-Feedback“, dass man also nicht erspüren kann, wenn man eine Taste drückt und somit eine Funktion aktiviert.
Aufgrund dieser Nachteile sind im hier vorgestellten Bedienkonzept mechanische Drehschalter und Tasten mit spürbarem Schalt- bzw. Druckpunkt, sowie einem zentral angeordnetem Display vorgesehen.
Ein Bedienkonzept für verschiedene Geräte?
Der größte Vorteil dieses Konzeptes ist es wohl, dass es geräteübergreifend verwendet werden kann. So kann es nicht nur bei Backöfen (siehe Bild), sondern auch in Waschmaschinen, Kaffeeautomaten oder Mikrowellenherden, sowie vielen anderen Geräten eingesetzt werden.
Ein weiterer zentraler Vorteil dieses Konzeptes ist es, dass immer nur ein Ausschnitt der möglichen Funktionen im Display angezeigt werden muss. Das Display muss also nicht mit einer Vielzahl von Menüs und Anzeigen überfrachtet werden und es ist dennoch möglich, eine große Anzahl von Funktionen an einem Drehschalter anzuordnen. Wichtig ist es dabei allerdings, die Funktionen durchzunummerieren, so dass der Anwender weiß, wann wieder die erste Funktion im Display erscheint. Viele Anwender merken sich auch lieber eine Programmnummer, als jedes Mal den Text des Programms zu lesen.
Wichtig ist es auch, dass die Drehschalter beim Weiterschalten der Funktion jedes Mal spürbar rasten und die aktuell aktive Funktion graphisch besonders hervorgehoben wird (z. B. durch inverse Schrift oder durch eine andere farbliche Kennzeichnung).
Sinnvoll ist es zudem, ein paar Sekunden nach der Auswahl des Menüpunktes das Menü auszublenden und nur noch die aktuell gewählte Funktion bzw. den momentanen Betriebszustand mit Ist- und Sollwerten anzuzeigen (z. B. „Aufheizen - Soll: 135°C / Ist: 90°C“) und das Menü erst wieder bei Betätigung eines Drehschalters einzublenden.
Über einen weiteren Drehschalter (im Bild rechts) könnte im Falle eines Backofens oder einer Waschmaschine die Temperatur eingestellt bzw. bei anderen Geräten weitere Funktionen angezeigt und ausgewählt werden.
Natürlich kann die Bedieneinheit auch an das Design bzw. die Farbe des jeweiligen Gerätes angepasst werden. So könnten die Schalter und Tasten bei einem Backofen in Edelstahl, bei einer Waschmaschine dagegen in Weiß und bei einem Kaffeeautomaten z. B. in Schwarz hergestellt und im Servicefalle problemlos ausgetauscht werden.
Drehschalter wird zum Einschalter
Werden am Gerät die in letzter Zeit üblichen versenkbaren Drehschalter verwendet (Vorteil: Reinigung), so wird das Gerät sinnvollerweise durch Drücken auf den Drehschalter eingeschaltet (Drehschalter rastet nach außen). Ein großer Vorteil dieser Methode ist, dass der Drehschalter als Not-Aus-Funktion genutzt werden kann. Drückt man den Knopf hinein, ist das Gerät sofort ausgeschaltet. Gerade bei Backöfen und Herden könnte dies oft Schaden abwenden, wenn man beim Kochen z. B. durch Familienmitglieder oder dem Telefon abgelenkt wird und inzwischen Kinder am Gerät herumspielen. Oder einfach nur die Suppe oder Milch überkocht.
Interessant in diesem Zusammenhang ist die Möglichkeit, die zuletzt gewählte Funktion im Gerät zu speichern, so dass z. B. eine Bratautomatik-Funktion an der abgebrochenen Stelle auf Wunsch wieder fortgeführt wird. Viele Menschen nutzen außerdem bei bestimmten Geräten häufig nur eine einzige Funktionen, die dann beim nächsten Einschalten sofort wieder zur Verfügung steht, ohne dass eine Vielzahl von Menüpunkten durchsucht werden muss.
Das Konzept ist außerdem so „offen“, dass auch noch weitere Tasten für Zusatzfunktionen (sogenannte One-Touch-Funktionen – z. B. „extra Milch“ bei einem Kaffeeautomaten oder „ohne Schleudern“ bei einer Waschmaschine) oberhalb oder unterhalb des Displays angeordnet werden können, die entweder mit auf dem Gehäuse aufgedruckten Symbolen, über Symbole bzw. Text in der Anzeige, oder einer Kombination aus beiden versehen werden können.
Sollen über den zweiten Drehschalter weitere Funktionen ausgewählt werden können, muss allerdings, um das Programm zu starten – und dies gilt als Nachteil des Konzeptes – mindestens noch eine zusätzliche Taste („Start“) vorhanden sein. Bei umfangreicheren Menüebenen könnten zudem noch weitere Funktionstasten notwendig sein.
Vorteile und Nachteil
Dieses Bedienkonzept...
• ist für die meisten Anwender einfacher zu verstehen als rein Tasten-gesteuerte Geräte
• ist (wenn es für verschiedene Gerätearten verwendet wird) für den Anwender wesentlich einfacher erlernbar, da sich der Nutzer nicht jedes mal auf ein anderes, gerätespezifisches Bedienkonzept umstellen muss
• ist für viele Haushaltsgeräte verwendbar
• ist überaus flexibel und individuell an die verschiedene Konfigurationen anpassbar
• kann an alle möglichen Sprachen angepasst werden, ohne z. B. unterschiedliche Frontblenden für verschiedene Länder bedrucken bzw. herstellen zu müssen
• kann sowohl per Text als auch über Grafiksymbole bedient werden
• muss zum Aktivieren der gewählten Funktion per „Start“-Taste gestartet werden.
Ein Bedienkonzept für alle Haushaltsgeräte?
Natürlich ist dieses Konzept nicht für jedes Gerät sinnvoll anwendbar. Dennoch kann die hier vorgestellte Bedienmethode an verschiedenste Geräte und Anforderungen einfach angepasst und dafür verwendet werden. Durch die (per Software) frei definierbaren Funktionstasten können weitere Menüebenen oder Unter- bzw. Zusatzfunktionen hinzugefügt werden.
Für den Anwender hat dies eine große Erleichterung bezüglich der Bedienbarkeit zur Folge, da sich dieser nicht mehr in verschiedenste Bedienkonzepte verschiedener Geräte einarbeiten und jedes Mal dicke Anleitungen und Manuals lesen muss.
Auch für den Hersteller ergeben sich durch dieses Konzept Vorteile. So führt dies bei Reparatur und Service, als auch bei der Lagerhaltung zu einer Kostenreduktion, was damit letztendlich wieder dem Kunden zugute kommt.















