(openPR) Es ging im Rahmen des Tramper-Projektes für den Dortmunder Journalist und Autor Holger Steffens bereits per Anhalter mit Schiffen von Cuxhaven nach Dortmund. Es ging bereits als Biketramper auf Motorrädern quer durch Deutschland von Aurich nach Passau. Es ging zuletzt mit einem Pferdesulky ohne Pferd per Anhalter von Dortmund nach Oldenburg.
Jetzt allerdings gilt es für den Extremtramper, eines der letzten urbanen Abenteuer zu bestreiten: Mit dem ÖPNV quer durchs Ruhrgebiet von Dortmund nach Duisburg. Ein - soweit bekannt - einzigartiger Versuch.
Harte Regeln
Selbstverständlich gelten auch bei diesem Trip Regeln, die mindestens so hart sind wie der Schotter unter den Gleisen einer U-Bahnstation: Ausschließlich Straßenbahnen, U-Bahnen, Schwebebahnen oder Busse sind erlaubt. S-Bahn und sonstige Schnellzüge sind ebenso verboten wie Schwarzfahren. Per Anhalter? Wie soll das gehen? Der ÖPNV-Tramper muss stets Fahrgäste davon überzeugen, ihn auf ihren Tickets mitzunehmen – oder jemanden dazu bringen, einen Fahrschein für ihn zu kaufen. Sollte ein barmherziger Busfahrer oder Straßenbahnschaffner ihn ohne gültigen Fahrausweis mitnehmen oder gar das Entgelt für ihn zu entrichten: Bitte sehr, gern.
Der schlimme, schlimme Haken an der Sache
Wie bei den vorherigen Reisen hält auch diese Tramper-Episode einen nicht zu unterschätzenden Passus im Regelwerk parat: Nur Kurzstrecken sind erlaubt. Soll heißen: Selbst, wenn der ÖPNV-Tramper jemanden fände, der ihm ein Tagesticket für den gesamten VRR spendieren würde – er dürfte damit lediglich eine gültige Kurzstrecke fahren. Klingt nach einem echten Haken an der Sache, ist auch einer.
Wie lange der Trip dauern wird, ist schwer zu sagen. Vorsichtige Schätzungen gehen von einem Tag aus, vorsichtshalber jedoch hat der Tramper eine Zahnbürste in der Tasche. „Ich habe noch keine Ahnung, wie es unterwegs laufen wird und ob es überhaupt möglich ist, aber einer muss es ja mal probieren“, betont Steffens. „Allerdings habe ich noch nie ein Haus entlang meines Weges bauen müssen, weil ich nicht weitergekommen bin“, gibt sich der 40-Jährige Dortmunder zuversichtlich.
Das Projekt wird wieder im Internet online zu verfolgen sein:
www.dertramper.de











