(openPR) Transaktionsvolumen knapp unter Vorjahresniveau – Aktivität im 2. Halbjahr verhalten
• 111 Wohnungsportfoliotransaktionen mit zusammen 49.500 Einheiten
• Transaktionsvolumen ca. 2,9 Mrd. Euro
• Etwa die Hälfte aller Einheiten durch ausländische Käufer erworben
Im Jahr 2010 wechselten in Deutschland insgesamt 111 Wohnungspakete mit zusammen knapp 49.500 Einheiten den Besitzer. Das Investitionsvolumen dieser Transaktionen summiert sich auf knapp 3 Mrd. Euro. Insgesamt war der Markt im abgelaufenen Jahr damit ähnlich aktiv wie im Jahr zuvor. Zwar nahm sowohl die Zahl der gehandelten Einheiten als auch das Transaktionsvolumen um jeweils etwa 10 % ab, die Anzahl der verkauften Portfolios stieg hingegen leicht an. Trotz des leichten Rückgangs beim Transaktionsvolumen sieht Savills den Trend zu einer stärkeren Aktivität am Wohninvestmentmarkt nicht unterbrochen, da sich zum Ende des Jahres noch einige größere Transaktionen in der Endphase der Due Diligence befanden und voraussichtlich im 1. Quartal abgeschlossen werden dürften.
Das Gesamtergebnis 2010 ist vor allem auf ein starkes 1. Halbjahr zurückzuführen. Mit fünfzig Portfolios wechselten im 2. Halbjahr zwar ähnlich viele Wohnungspakete wie in den ersten sechs Monaten des Jahres den Besitzer, allerdings gab es kaum noch größere Transaktionen. Neun der insgesamt zwölf Transaktionen ab 1.000 Einheiten erfolgten im 1. Halbjahr 2010. „Die Masse der Transaktionen erfolgte wie schon im Jahr zuvor im kleinteiligen Segment“, erläutert Matthias Pink, Researcher bei Savills. „Bei vier von fünf Transaktionen wechselten im abgelaufenen Jahr weniger als 500 Einheiten den Besitzer“, ergänzt Pink.
Ein weiteres Merkmal des Marktes für Wohnungsportfolios 2010 ist der wieder gestiegene Anteil ausländischer Investoren. „Der in den vergangenen Monaten zu beobachtende Trend am Markt für Gewerbeimmobilien zeigt sich damit in gleicher Weise am Wohninvestmentmarkt“, weist Karsten Nemecek, Managing Director Corporate Finance – Valuation bei Savills, auf die Parallelen hin. „Diese Käufergruppe ist vor allem am Erwerb größerer Wohnungspakete interessiert“, fügt Nemecek hinzu. So stammte der Käufer eines Wohnungsportfolios im vergangenen Jahr zwar nur in jedem fünften Fall aus dem Ausland, allerdings erwarb diese Gruppe etwa die Hälfte aller insgesamt gehandelten Einheiten.
Im Hinblick auf die Preisstruktur wies der Markt eine deutliche Spreizung auf. Bei einigen Transaktionen, darunter auch wenige Notverkäufe, wurden Quadratmeterpreise von unter 500 EUR/m² bezahlt. Auf der anderen Seite gab es aber auch Transaktionen, bei denen zum Teil deutlich mehr als 2.000 EUR/m² bezahlt wurden. Diese Transaktionen gingen mehrheitlich auf das Konto von Spezial- oder geschlossenen Fonds, die auf hochwertige Bestände in den großen Ballungsräumen fokussieren und die gemessen an der Zahl der getätigten Akquisitionen den Markt nach wie vor dominieren. Dies spiegelt sich auch im Preisniveau wider. Bei jenen Transaktionen, bei denen der Kaufpreis bekannt ist (47 Fälle), wurden im Durchschnitt mehr als 64.000 Euro je Einheit bezahlt. Gegenüber dem ohnehin schon hohen Wert von etwa 55.000 Euro je Einheit im Jahr 2009 bedeutet dies nochmals eine merkliche Steigerung.


