(openPR) Handel mit Wohnungspaketen gewinnt weiter an Schwung – Klarer Investorenfokus auf Berlin
• 92 Wohnungsportfoliotransaktionen mit zusammen etwa 34.600 Einheiten
• Transaktionsvolumen ca. 1,68 Mrd. Euro
• Knapp ein Drittel aller gehandelten Einheiten entfiel auf Berlin
Die Dynamik am Markt für Wohnungspakete hat auch im 2. Quartal des laufenden Jahres weiter zugenommen. Knapp 17.500 Wohneinheiten wechselten zwischen April und Juni den Besitzer, was gegenüber dem 1. Quartal eine leichte Steigerung war. Im 1. Halbjahr 2011 wurden insgesamt 92 Wohnungsportfolios mit zusammen etwa 34.600 Einheiten gehandelt. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum bedeutet dies ein Plus bei der Anzahl der Deals von 53 % und eine Zunahme der Zahl der gehandelten Einheiten um 2 %, wobei die Übernahme der Mehrheitsanteile an der Colonia Real Estate AG durch die TAG in der Statistik nicht berücksichtigt wurde. „In den Zahlen spiegelt sich das gestiegene Interesse sowohl heimischer als auch ausländischer Investoren an deutschen Wohnimmobilien wider“, sagt Karsten Nemecek, Managing Director Corporate Finance – Valuation bei Savills, und ergänzt: „Auch in der zweiten Jahreshälfte werden wir deshalb voraussichtlich noch einige größere Transaktionen sehen“.
Trotz der Zunahme an gehandelten Paketen und Einheiten ging das Transaktionsvolumen von €1,99 Mrd. Euro im 1. Halbjahr 2010 auf €1,68 Mrd. Euro in diesem Jahr zurück (- 16 %). „Im Gegensatz zum letzten Jahr gab es wieder vermehrt Transaktionen im opportunistischen und Value-add-Segment, wohingegen vor allem im 2. Quartal aufgrund des Angebotsmangels nur noch wenige Core-Objekte gehandelt wurden. Dadurch ist das durchschnittliche Preisniveau zurückgegangen“, erläutert Matthias Pink, bei Savills verantwortlich für das Research in Deutschland, eine wesentliche Ursache für den Rückgang des Transaktionsvolumens. Im Durchschnitt wurden im 1. Halbjahr 2011 etwa 830 Euro je Quadratmeter bezahlt, wobei die Spanne sehr breit war und sowohl Quadratmeterpreise von unter 300 Euro als auch von mehr als 3.000 Euro registriert wurden. Die gezahlten Vervielfacher bewegten sich bei der Mehrzahl der Transaktionen zwischen dem 11- und dem 15-fachen der Jahresnettokaltmiete.
Besonders auffällig war die Dynamik am Berliner Markt. Beinahe jede dritte in den letzten sechs Monaten verkaufte Wohneinheit befand sich in Berlin. Mehr als 10.000 Einheiten wechselten im 1. Halbjahr 2011 im Rahmen von Portfolioverkäufen in der Bundeshauptstadt den Besitzer. „Da der Berliner Markt verglichen mit den anderen deutschen Metropolen nach wie vor vergleichsweise günstig ist, sehen viele Investoren hier attraktive Investitionsgelegenheiten“, so Nemecek. Zudem biete Berlin sowohl für sicherheitsorientierte als auch für eher opportunistische Investoren ein passendes Angebot.


