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Katholiken im Auto fahren voll auf Nächstenliebe ab

22.12.201011:49 UhrTourismus, Auto & Verkehr

(openPR) Stuttgart (ACE) 22. Dezember 2010 – „Das Auto soll für dich nicht Instrument der Macht, der Überlegenheit und ein Anlass zur Sünde sein. Überzeuge mit Nächstenliebe die jungen Leute und auch den, der nicht mehr jung ist, dass sie sich nicht ans Steuer setzen, wenn sie nicht dazu in der Lage sind.“ Die salbungsvollen Sätze könnten einer speziell für Christen verfassten Straßenverkehrsordnung entnommen sein. Und tatsächlich, die Zitate stammen aus den „Orientierungen für die Pastoral der Straße“, die der Vatikan gerade erst vor drei Jahren veröffentlicht hat. Sie umfasst 48 Seiten und enthält 84 einzelne Abschnitte, ein Kapitel enthält sogar die „Verkündung der Frohen Botschaft“. Unmittelbar vor dem Weihnachtsfest erinnerte jetzt der ACE Auto Club Europa an die ungewöhnlichen Betrachtungen der katholischen Glaubenslehre über den Straßenverkehr. Darin setzt sich die Kirche unter anderem sogar mit dem „Phänomen der menschlichen Mobilität“ und den „Moralischen Aspekten des Fahrens“ auseinander. Für den ACE ist die vatikanische Art der Verkehrserziehung so etwas wie ein „christliches Manifest für Autofahrer“. Nach Ansicht des Clubs muten die katholischen Leitlinien aber nur im ersten Moment etwas kurios an, bei eingehender Lektüre erwiesen sie sich als lehrreiches Kompendium für eine neue Kultur im Straßenverkehr. Für einen zivilisierteren Umgang im Straßenverkehr werben aber nicht nur Kardinäle, sondern auch Unfallverhütungsexperten der Polizei. Der ACE zitierte aus einer neuen Untersuchung des Nordrhein-Westfälischen Innenministeriums, wonach in den vergangenen zehn Jahren 57.807 Menschen bei Verkehrsunfällen auf deutschen Straßen ums Leben gekommen sind; davon starben etwa 23.300 aufgrund überhöhter beziehungsweise unangepasster Geschwindigkeit – das sind 40 Prozent aller Verkehrstoten.

Eine Million Besucher in Autobahnkirchen
Rund 50 Millionen Bundesbürger gehören dem christlichen Glauben an, etwa jeder fünfte von ihnen gibt einer Studie des Statistischen Bundesamtes zufolge an, regelmäßig in die Kirche zu gehen. Nicht zwangsläufig jeden Sonntag, doch gehört der Besuch der Weihnachtsmesse zum festen Programm vieler Christen. Sofern der Weg zu den Gotteshäusern der knapp 30.000 Pfarreien beziehungsweise Gemeinden in Deutschland nicht fußläufig zurückgelegt werden kann, rät der ACE zu verstärkter Achtsamkeit auf der Fahrt zur Kirche. Gottesdienstbesucher sollten sich jedenfalls nicht vom Straßenverkehr gestresst, gehetzt und genervt auf die Kirchenbänke drücken.

Dass die Kirche ganz wesentlich zur Entschleunigung des Verkehrs beitragen kann, zeigt die wachsende Beliebtheit der Autobahnkirchen. Allein in den letzten vier Jahren hat sich laut ACE die Anzahl der Kirchen und Kapellen entlang der deutschen Schnellstraßen um sieben auf 38 erhöht. Die Besucherzahl pro Jahr beträgt etwa eine Million, 40 Prozent der Einkehrenden gehören einer Studie zufolge nicht zu den regelmäßigen Kirchgängern.

In einem Gespräch mit dem ACE hob Pfarrer Michael Zimmer, der der größten Autobahnkirche Deutschlands in Baden-Baden vorsteht, den großen Stellenwert der Verkehrssicherheit für die katholische Kirche hervor und beschreibt, wie die vom Vatikan herausgegebene Pastoral der Straße umgesetzt wird. Was dabei wünschenswert wäre: gegenseitige Rücksicht, Verständnis für die Schwächen des anderen, nicht auf sein vermeintliches Recht bestehen. Wer diesen Maximen im Straßenverkehr folgt, trägt dazu bei, dass der Verkehr flüssig und gefahrenarm rollt.

Der Glaube als Grundlage für achtungsvolles Verhalten und zum Befolgen der Regeln? Die katholischen Leitlinien gehen unter anderem davon aus, dass eine Reise nicht nur geografische Punkte miteinander verbindet, sondern auch die Menschen, denen man begegnet. Entsprechend groß sei die Verantwortung, als Christ am Straßenverkehr teilzunehmen, schreibt Renato Martino, Kurienkardinal und Vorsitzender des Päpstlichen Rats für Migranten und Reisende. „Wer Jesus Christus kennt, ist vorsichtig auf der Straße.”

Unerträglich ist es, als schlechter Fahrer zu gelten
Eindeutig sind die Warnungen davor, das Auto zum Ausleben von Machtinstinkten und zur Selbstdarstellung zu missbrauchen. „Es ist nicht schwierig festzustellen, dass niemand es erträgt, als schlechter Fahrer zu gelten, auch wenn man zugeben kann, es zu sein”, heißt es da in ungewohnter Offenheit und auch: „Beim Fahren findet eine Regression zu primitiven Verhaltensweisen statt.”

Vorschläge, wie man aus Sicht des Vatikans der Lage Herr wird, finden sich viele. Da wird an die edleren Neigungen im Inneren des Menschen appelliert, an deren Verantwortungsbewusstsein und Selbstkontrolle. Aber auch daran, die Verkehrsgesetze zu kennen und zu achten sowie dafür zu sorgen, dass die sicherheitstechnischen Voraussetzungen des Fahrzeugs erfüllt sind. Die Professionalität des Fahrers zeigt sich in der Fähigkeit, Gefahren einzuschätzen und zu vermeiden. Nicht nur für sich, sondern auch gegenüber seinen Mitfahrern und anderen.

Von der „Tugend der Vorsicht“
Die „Tugend der Vorsicht” umfasst das höfliche Verhalten gegenüber Fußgängern ebenso wie ausreichenden Sicherheitsabstand und die Mahnung, „nicht mit übertriebener Geschwindigkeit zu fahren”, Trunkenheit am Steuer ist tabu. „Du sollst nicht töten” wird, auf den Straßenverkehr umgemünzt, zu: Du sollst gar nicht erst in die Gefahr kommen, andere durch dein Zutun zu töten. „Du sollst nicht stehlen” schließt mit ein, andere Verkehrsteilnehmer nicht ihrer Gesundheit zu berauben.

Handy oder Rosenkranz – auch betende Hände gehören ans Steuer
Ob die Lösung, wie vom Vatikan vorgeschlagen, darin bestehen kann, sich vor Antritt jeder Reise zu bekreuzigen und während der Fahrt den Rosenkranz zu beten, muss jeder für sich entscheiden. Die klare Forderung nach Einhaltung der Regeln aber, die dafür sorgen, dass niemand zu Schaden kommt, ist aus Sicht des ACE jedenfalls begrüßenswert. Wer mit dem Handy telefoniert, fährt nicht, wer fährt, telefoniert nicht mit dem Handy, lautet die Lehrformel des ACE. Diese Beschränkung sollte nach Meinung des Clubs konsequenterweise auch für das spezielle Rosenkranzgebet gelten. Schließlich gehörten selbst betende Hände ans Steuer.

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