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Microsoft wirbelt deutschen Markt für Sprachapplikationen durcheinander - Speech Server als Preisbrecher

03.06.200511:18 UhrMedien & Telekommunikation

(openPR) Redmond (USA), www.ne-na.de - Microsoft http://www.microsoft.com hat es nicht leicht: Als führender Anbieter von Büro- und Heimanwendungssoftware muss der Konzern sich gegen vielfältigen Widerstand wehren. Die Konkurrenz will die Vorherrschaft von Microsoft eindämmen. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass überall dort, wo die Softwareschmiede neue Produkte oder Lösungen präsentiert, gleich ein Aufschrei in der Branche für Informationstechnik (IT) entsteht. So auch im deutschen Markt für automatische Sprachanwendungen.



„Microsoft hält sich zwar bisher aus diesem Sektor fern, bietet aber für den englischsprachigen Markt seit geraumer Zeit die Microsoft Speech Server-Lösung (MSS) an, mit der Sprachapplikationen gebaut werden können. Mit der letzten Version des Servermoduls MSS 2004 können Entwickler Webtechnik, Sprachverarbeitungsdienste und Telefonie in einer Plattform verbinden“, sagt Kai-Werner Fajga von der Brancheninitiative Voice Business http://www.voiceaward.de. Bereits 1992 hat der Bill Gates-Konzern Spracherkenner der Carnegie Melon University aufgekauft und auf dieser Basis eigene Entwicklungen forciert. Einige Jahre später kam der Aufkauf des Erkenners aus Cambrigde hinzu, der auch gleich 50 Entwickler mit nach Redmond in die Microsoft-Konzernzentrale brachte. Im Moment beschäftigt Microsoft nach eigenen Angaben rund 350 Mitarbeiter mit der Entwicklung von verschiedenen Produkten für Spracherkennung.

Im April fand in München ein von Microsoft initiierter „Community Day“ statt, in dem die erste Beta Version des MSS 2006 für den deutschen Markt angeboten werden soll: „Die Ankündigung ließ deutsche Entwickler aufhorchen, denn mit dieser Technologie hat sich Microsoft eine sehr tiefe Integration in das neue Betriebssystem Longhorn, dem XP Nachfolger, auf die Fahnen geschrieben. Microsoft hat Sprachanwendungen zum Mainstream erklärt und stößt damit auch in den Markt für Voice-Portale vor“, so Fajga.

Der deutsche Markt war bisher in der Hand von vielen mittleren und kleinen Anbietern und könnte durch die Microsoft-Initiative neu verteilt werden. Denn der Microsoft Speech Server 2006 basiert nahezu nur noch auf Entwicklungen aus dem eigenen Haus. Die bisherigen Partnerschaften von Microsoft mit anderen Herstellern wurden zum großen Teil beendet oder auf Teilbereiche reduziert. Zudem werden für das neue Produkt auch neue Schnittstellen wie ‚SpeechFX’ verwendet, die nicht mehr mit bisherigen Produkten wie „SAPI“ kompatibel sind.

„Microsoft macht einfach alles neu, Investitionen, die bisher in die Entwicklung der älteren Microsoft-Produkte getätigt wurden, sind für die Katz“, klagt Lucien Feiereisen, geschäftsführender Gesellschafter der Flintec Informations-Technologien GmbH http://www.flintec.de. Er benennt einzelne Punkte: „Microsoft stellt beispielsweise als Schnittstelle zur Telefonie nur den Standard Session Initiation Protocol (SIP) zur Verfügung. Die alte TAPI-Schnittstelle wird durch den Speech Server 2006 nicht mehr unterstützt. Microsoft wirft also sogar die eigenen, alten Standards über Bord.“

Offiziell enthüllt der Software-Riese für die Eroberung des deutschen Marktes noch keine konkreten Pläne. Im US-Markt genießen die Speech Server-Produkte hingegen oberste Priorität - der Ausbau der Plattform und das Sammeln von Praxiserfahrungen werden vorangetrieben: In diversen US-Unternehmen laufen bereits MSS 2004 Installationen mit mehr als 1.000 Telefonleitungen, beispielsweise bei dem Glücksspiel-Anbieter Gtech. Aus Entwicklerkreisen wurde bekannt, dass Microsoft den Speech Server 2006 als vollständiges Produkt mit allen notwendigen Schnittstellen und Hilfswerkzeugen auch in Deutschland anbietet und damit die Preise für Sprachapplikationen deutlich nach unten korrigiert. Das Produkt wird lediglich je eingesetztem Rechner bezahlt und nicht wie sonst in der Branche üblich über die Anzahl der Telefonleitungen. Der Preis für einen Server soll bei zirka 6.400 Euro liegen. Das ergibt einen Preisvorteil im Vergleich mit den herkömmlichen Sprachcomputersystemen von rund 90 Prozent. Bei kleineren Anwendungen ergeben sich allerdings Vorteile für Wettbewerber: „Für Applikationen unter 30 Leitungen bietet Microsoft kein abgespecktes Einstiegsangebot. Der CPU-Preis, zu dem noch diverse Microsoft-Komponenten hinzu addiert werden müssen, bevor die Applikation lauffähig ist, ist also schlichtweg zu teuer“, erklärt Feiereisen.

In diesem Jahr wird Microsoft die erste deutsche Beta-Version des MSS 2006 bei einigen Partnern testen, um dann Anfang 2006 mit der zweiten Beta-Version eine breite Masse anzusprechen. Im Sommer 2006 könnte das Produkt dem Markt zur Verfügung stehen. Zweifelsfrei wird Microsoft mit dem Speech Server 2006 und besonders mit der geplanten Preispolitik den Markt für Sprachapplikationen in Bewegung bringen. „Vielleicht ist das der Grund für die Zurückhaltung der Redmonder bei öffentlichen Verlautbarungen. Auf jeden Fall steht für die Betreiber von automatischen Sprachsystemen mit diesem Produkt eine tiefe Integration in die Microsoft-Welt zur Verfügung mit einem sehr günstigen Preis“, prognostiziert der Branchenexperte Detlev Artelt, Aixvox-Geschäftsführer http://www.aixvox.com.



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