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Geplante EU-Richtlinie wird Quälerei der Masthühner fortsetzen

02.06.200513:51 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Der Bundesverband Menschen für Tierrechte protestiert gegen den am Dienstag seitens der EU-Kommission herausgegebenen Entwurf einer Richtlinie zur Haltung von Masthühnern. Dieser stehe im krassen Widerspruch zu einem von ihr selbst in Auftrag gegebenem Gutachten und verfehle das Ziel, Verbesserungen für die Broiler zu schaffen.



In der EU gibt es keine rechtsverbindlichen konkreten Vorschriften für die Haltung und Zucht von Masthühnern. Deshalb hat der Bundesverband Menschen für Tierrechte zusammen mit seinen europäischen Partnern im Bündnis European Coalition for Farm Animals vor zwei Jahren eine Kampagne gestartet, um auf eine EU-Richtlinie und auf eine deutsche Verordnung hinzuwirken, die der quälerischen Intensivmast von Masthühnern ein Ende setzen.

Diese Forderung wurde durch ein wissenschaftliches Gutachten der EU-Kommission* unterstützt, das Ursachen anführt und zu dem Ergebnis kommt, dass bei Besatzdichten ab 30 kg pro qm - das entspricht etwa 20 Tieren pro qm - unabhängig von den klimatischen Bedingungen in den Mastanlagen mit Tierschutzproblemen zu rechnen ist. Es empfiehlt daher, unter diesem Wert zu bleiben.

Der jetzt vorgelegte Richtlinien-Entwurf der EU-Kommission sieht zwar eine maximale Besatzdichte von 30 kg pro qm vor, lässt aber eine Erhöhung bis zu 38 kg pro qm zu, wenn gewisse klimatische Rahmenbedingungen in den Stallungen vorhanden sind. Da diese Bedingungen jedoch in den meisten deutschen Mastbetrieben Standard sind, wird sich bei einer 1:1-Umsetzung der Richtlinie nach Ansicht des Bundesverbandes nichts verbessern, im Gegenteil. Da hierzulande derzeit eine Besatzdichte von 35 kg pro qm üblich ist, würde es den über 350 Millionen Masthühnern, die jährlich in Deutschland gemästet und geschlachtet werden, noch schlechter gehen.

„Vier Milliarden Küken leiden jährlich EU-weit als so genannte Masthähnchen. Es kann nicht angehen, dass trotz Aufnahme des Tierschutzes ins Grundgesetz und in die künftige EU-Verfassung die Tierquälerei für diese Junghühner, die bei Schlachtung kaum älter als einen Monat sind, sogar noch ausgeweitet wird“, so Dr. Pedro de la Fuente, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes.

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt daher zusammen mit seinen europäischen Bündnis-Partnern den Protest auf EU-Ebene fort und wendet sich jetzt an den EU-Kommissar Markos Kyprianou sowie an den EU-Ministerrat und das EU-Parlament. Rat und Parlament obliegt nun die Beurteilung des Richtlinien-Entwurfs.

* The Welfare of Chickens Kept for Meat Production (Broilers). Report of the Scientific Committee on Animal Health and Animal Welfare adopted 21 March 2000. European Commission SANCO.B.3./AH/R15/2000

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