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Wald- und Klimaschutzabkommen gefährden Rechte der indigenen Völker

09.12.2010 • 17:29 Uhr • Energie & Umwelt
Bild: Wald- und Klimaschutzabkommen gefährden Rechte der indigenen Völker

(openPR) Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte (10. Dezember) veröffentlicht das Klima-Bündnis den „Luxemburger Appell“

Indigene Völker sind schon heute von den Auswirkungen des Klimawandels am stärksten betroffen, obwohl sie am wenigsten dazu beitragen. Ihr Überleben und ihre Rechte werden zunehmend durch den Klimawandel und den CO2-Emissionen in den Industrieländern bedroht.

Marktbasierte Klimaschutzinstrumente wie der Clean Development Mechanism verschärften die Lage indigener Völker zusätzlich. Ihr Recht auf freie vorherige informierte Zustimmung wird mit Waldschutz- und Kompensationsabkommen wie REDD (Reducing Emissions from Deforestation and Degradation) weiter ausgehöhlt. Die Generierung weiterer Zertifikate - hier für das in den Bäumen gebundene CO2 - trägt nicht zum Klimaschutz bei und ermöglicht Privatunternehmen Treibhausgase so wie bisher zu emittieren. Die Landrechte der indigenen Völker werden aber zusätzlich gefährdet.

Daher fordert das Klima-Bündnis gemeinsam mit Partnerorganisationen des EU-Projektes EnergyBridges im Luxemburger Appell, dass die im Rahmen des Copenhagen Accords zugesagten Gelder für die Anpassung an den Klimawandel eingezahlt und konkrete Schutzmaßnahmen wie die Yasuní-ITT-Initiative in Ecuador umgesetzt werden. Die Gelder müssen zusätzlich zu bestehenden Zusagen geleistet und dürfen auch nicht als politisches Druckmittel eingesetzt werden, da daran Menschenleben hängen.

Da die Förderung fossiler Energien, aber auch Uran und der Anbau von Agrotreibstoffen große Umweltschäden anrichtet und in den meisten Fällen zu Lasten der Menschenrechte geht, soll die EU die Importe von diesen Rohstoffen aus dem Süden schrittweise zurückfahren. Außerdem sollen die Industrieländer ihre Emissionen zu drei Viertel im eigenen Land reduzieren, da durch die bloße Verpflichtung zum Kauf von Emissionszertifikaten keine Treibhausgase reduziert werden.

Luxemburger Appell:
http://energybridges.eu/news.html?&L=0

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