(openPR) Möchten auch Sie, dass BUND-Chef Manfred Braasch - Landesverband Hamburg e. V. - mit Dankbarkeit an Sie denkt, wenn Sie zu Grabe getragen werden? Dankbar wird an jene Menschen erinnert, von denen der BUND Erbschaften oder Vermächtnisse erhalten hat, heißt es würdevoll im Jahresbericht auf der Homepage.
Unter der Menüführung Spenden, auf der Homepage des - Bund Landesverband Hamburg , werden sie ohne Umschweife zum Vermächtnis weitergeleitet. Dort heißt es vielfragend: „Was bleibt wen wir gehen?“
Wenn sie der emphatischen Sinnfrage nachsinnen, und sich vom weiterführenden Link leiten lassen, werden Sie ihr Geld „in guten Händen wissen“, wie der Titel einer Broschüre verspricht. Informiert werden Sie von, wie es heißt, erfahrenen Rechtsanwälten oder Notaren zur rechtsicheren Vermächtnisunterschrift, wie man vermuten kann. „Wenn auch Sie selbst bestimmen wollen, was mit Ihrem Erbe einmal geschieht“ kann man mit dem guten Mann sprechen, der jungenhaft verschmitzt in die Kamera lächelt - direkter Link zu M.Braasch - oder die Broschüre spontan elektronisch herunter laden.
Sie erhalten die „Aktuelle Erbschaftsbroschüre des BUND mit allen gesetzlichen Änderungen“ wird beruhigend versprochen. Die zweite „Faustregel“ beim Vererben betrifft die Steuersätze – kommt man unvermittelt zum Wesentlichen und zum erstrebten Schluss. „Übrigens: Bei einem Legat an den BUND ist die Regelung gleich geblieben. Der BUND ist als gemeinnütziger Verband von der Erbschaftssteuer befreit“. Wie schön, möchte man meinen, wenn der Anlass nicht so traurig wäre! Eine Frage oder Stachel bliebe noch. Wie viel Geld erhält der nette Herr Braasch für seinen selbstlosen Rat?
„Der BUND stellt – über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus – , einen handelsrechtlichen Jahresabschluss auf und lässt diesen von einer unabhängigen Wirtschaftsprüferin unter die Lupe nehmen“ steht bilanzsicher auf der Homepage. Die regelmäßig sehr intensiv vom zuständige Berliner Finanzamt geprüften Finanzen, ohne Beanstandungen wie es heißt, können jedoch schon bei einer oberflächlichen Durchschau verwirren. Ein Wirkungsbericht fehlt völlig.
Schaut man sich die Zahlen des Jahresberichts 2009 an, entfallen nachweislich: erstens 3,3 Millionen Euro auf Überweisungen an Landesverbände und zweitens 5.4 Millionen Euro auf Umweltschutzmaßnahmen etc.: Hier stutzt man zum zweiten mal, inklusive Fach- und Lobbyarbeit, Aktionen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
Insgesamt betrachtet - die Bilanz hat deutliche Defizite, was die Transparenz anbelangt. Enthält die erste Position auch Kosten für Fach- und Lobbyarbeit, Verwaltungskosten, Gehälter etc.? Die zweite Position ist offenbar eine unklare Vermischung von tatsächlichen Aufwendungen für den Naturschutz und Aufwendungen für Lobbyarbeit, Mitgliederwerbung etc.
„Geld sinnvoll zielgerichtet einsetzen“, ist die Grundaussage. In einem sensiblen, von Spenden- und Vermächtnis – finanzierten Sektor erwartet man Klarheit. Allgemein gilt: Die Bilanz sollte keine vertrauliche Angelegenheit sein. Jeder Anschein von Untransparenz sollte vermieden werden. Es liegt doch im ureigensten Interesse des eingetragenen, gemeinnützigen Vereins, die Maßnahmen in der Bilanz für die Kernaufgaben wie Umwelt- und Naturschutz, also Aufgaben, die der Natur unmittelbar zugute kommen, von fachfremden Aufwendungen wie Lobbyarbeit und Mitgliederwerbung klar abzugrenzen. Man möchte als Spender schon wissen, wie viel Bäumchen wachsen mit meinem Geld, konnten Nacktmolche als bedrohte Spezies geschützt werden und wie hoch ist der Lobby- und PR- Aufwand oder das Diner mit Vereinsfunktionären um das Anliegen des Naturschutzes bekannt zu machen.
Jetzt wird’s buchhalterisch. Die Einnahmen lagen 2009 bei 12.952.000 Euro. Addiert man die Einzelpositionen unter Aufwendungen von Personalaufwand, Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen kommt man auf 4.490.000 €, ohne Materialaufwand von 2.949.000 €. Ob Blümchen oder Flyer darunter zu verstehen sind , lässt sich übrigens nicht erkennen. Mit Materialaufwand zusammengezählt 7.439.999 €. Geleistete und weitergeleitete Zuschüsse, für was, warum, 4.446.000 €: Ob auch in dieser Position weitere Verwaltungs- und Werbungskosten enthalten sind? Macht summa summarum 11.885.000 €.
„Die Verwaltungskosten betrugen nur 6,2 Prozent der Gesamtausgaben“ liest man im Jahresbericht. Stimmt das? Addiert man die Einzelpositionen von Materialaufwand 2.949.000 Euro, Personalaufwand 3.242.000 Euro, Abschreibungen 70.000 Euro, sonstige betriebliche Aufwendungen 1.178.000 Euro summiert sich das auf 7.439.000 Euro, ohne Materialkosten auf 4.490.000 Euro. Die Prozentrechnung des BUND lässt darauf schließen, dass man unter Verwaltungskosten etwas anderes versteht. Allein die Kosten für Personalaufwand liegen bei etwa 25 Prozent der Einnahmen.
„Die BUNDjugend macht einen eigenständigen Jahresabschluss“, betont der BUND. Wie hoch sind dort die Verwaltungskosten?







