(openPR) Vom 19. Dezember 2010 bis 8. Mai 2011 präsentiert das Museum de Fundatie in Zwolle mehr als 150 exzellente Gemälde, Skulpturen, Möbel und Porzellane aus den Sammlungen des Fürsten von und zu Liechtenstein. Sie bieten einen abwechslungsreichen Überblick der Kunst aus der Periode von 1775 bis 1850.
Die Fürstlichen Sammlungen
Die vielseitige und umfassende Kunstsammlung des Hauses Liechtenstein zählt zu den bedeutendsten Privatsammlungen der Welt. Die Ausstellung in Zwolle zeigt Kunstwerke von allerhöchstem Niveau: Die mehr als 150 Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Objekte des Kunstgewerbes geben ein außergewöhnliches Bild von der Kunst aus der Periode zwischen 1775 und 1850. Wiener Malergrößen wie Rudolf von Alt, Friedrich von Amerling, Ferdinand Runk und Ferdinand Georg Waldmüller werden mit eindrucksvollen Portraits, Landschaften und Genrestücken neben renommierten europäischen Künstlern wie Antonio Canova, Francesco Hayez und Elisabeth Vigée-Lebrun vertreten sein. Von der Kaiserlichen Porzellanmanufaktur Wien gibt es erlesenes Porzellan zu bewundern. Die Ausstellung der Fürstlichen Sammlungen in Zwolle ist somit eine einmalige Gelegenheit, die Kunst des Klassizismus und des Biedermeier kennen zu lernen. Niemals zuvor ist diese Kollektion in den Niederlanden oder in diesem Teil Europas zu sehen gewesen.
Klassizismus und Biedermeier
Die Ausstellung Klassizismus und Biedermeier aus den Sammlungen des Fürsten von und zu Liechtenstein belegt das Kunstmäzenatentum der Familie von und zu Liechtenstein und beleuchtet zugleich das künstlerische Klima Österreichs am Ende des 18. und während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der monumentale und historische Charakter der Exponate im klassizistischen Stil wechselt mit den lieblichen und „behaglichen“ Biedermeier-Werken ab. Während der Klassizismus in einer Zeit des Nationalismus, Militarismus, des Krieges und der Revolution der Reinheit der Kunst der Griechen und der Römer nacheiferte, entwickelte sich die Kunst des Biedermeier gerade in einer verhältnismäßig ruhigen Periode zwischen zwei wesentlichen historischen Ereignissen: 1815, der Schlacht bei Waterloo, und dem Revolutionsjahr 1848. Sie fokussierte daher auf das bürgerliche Leben mit seiner entspannten Häuslichkeit sowie naiven Traumbildern. Beide eng miteinander verwandte Strömungen florierten in Mitteleuropa und sind in dort ansässigen Sammlungen und Ausstellungen selten zu sehen.











