(openPR) Hamburg, 01. Dezember 2010 – Noch bis Ende Januar 2011 sinnt Dr. Falke in der Hamburger Kammeroper auf Rache. Zuschauer können dies wie bei allen Stücken des Altonaer Musiktheaters in raffinierter kulinarischer Begleitung erleben.
Auftakt des Abends bildet der Aperitif „Vampirs Blutströpfchen“. Er stimmt das Publikum auf ein Verwirrspiel ein, in dessen Verlauf die Grenzen von Schein und Sein immer stärker verschwimmen.
Regisseur Oswald Lipfert inszeniert den Operettenklassiker in einer sehr stringenten Form und stellt die klar gezeichneten Charaktere in den Mittelpunkt seiner Inszenierung. Auch das Bühnenbild ist auf das Wesentliche reduziert und so konzentriert sich alles auf das Fest bei Orlofsky, das als Bühne für Falkes Intrige dient, der sich damit für eine Demütigung revanchiert, die ihm Gabriel von Eisenstein vor Jahren zugefügt hat. Während das ahnungslose Opfer also auf der Bühne vorgeführt wird, können die Zuschauer in den Pausen die positiven Seiten des Fests genießen – Edles vom Partybüfett. Vom Borschtsch über Kaviar auf Blinis bis zum Filet-Spitzentanz wird im Opernmenü alles geboten, was eine gelungene Feier im russischen Stil braucht. Krönenden Abschluss bildet ein Schokoladenparfait, das sogar Eisenstein über die erlittenen Qualen hinweg trösten würde, und auch auf das russische Nationalgetränk Wodka muss niemand verzichten. Der wird stilecht im Eismantel serviert.
Zu sehen ist das Stück, das als Höhepunkt der goldenen Ära der Wiener Operette gilt, noch bis 30. Januar 2011 in einer Textfassung von Barbara Hass unter der musikalischen Leitung von Fabian Dobler.












