(openPR) Düsseldorf – Auch vier Monate nach dem Loveparade-Desaster ist es vielen noch sehr präsent – nicht nur jenen, die es selbst erlebt haben oder als Angehörige betroffen sind. Denn auch Letztere erlitten teils schwerwiegende Verletzungen, selbst wenn sie nicht vor Ort waren. Verletzungen der Seele, die sich bis hin zum totalen Trauma erstrecken. Unabhängig von Schuld- und Verantwortungsfragen, bot der Düsseldorfer subvenio e.V. den zuständigen Ansprechpartnern seine Unterstützung für die Opfer an, da sie auch über Kompetenzen und Kontakte im Bereich der Psychotraumatologie verfügt. Einzig war es Jürgen Hagemann vom Massenpanik Selbsthilfe e.V., der sich mit der Bitte um Hilfe für eine Loveparade-Geschädigte Person an subvenio wandte. Allein durch ihr starkes Netzwerk und unbürokratisches Handeln konnte die Unfallopfer-Lobby helfen und einen Platz in der Psychosomatischen Klinik Wersbach in Leichlingen beschaffen, die diesen spontan und kostenfrei zur Verfügung stellte.
Stefanie Jeske, Vorsitzende des subvenio e.V., hofft, dass noch viele qualifizierte Kliniken diesem Beispiel folgen und sich mit ihr in Verbindung setzen werden. „Dabei ist uns klar, dass nicht alle Betroffenen kostenfrei behandelt werden können. Jedoch sind eine zeitnahe Aufnahme, vereinfachte Formalitäten und ggf. auch ein kooperatives Verhalten der Krankenkassen extrem wichtig.“
Denn im Fall des vermittelten Loveparade-Opfers waren eigene Versuche, einen stationären Behandlungsplatz zu bekommen, gescheitert. Die Person war drei Stunden im Tunnel eingeklemmt und hatte neben einer Gehirnerschütterung psychische Schäden davongetragen, die sich täglich verschlimmerten. Über die Massenpanik-Selbsthilfegruppe von Jürgen Hagemann, dessen Tochter das Duisburger Unglück ebenfalls durchlitt, hörte der subvenio e.V. von ihrem Schicksal. Durch die Nutzung ihres Hilfs-Netzwerks nahm die Düsseldorfer Organisation Kontakt zur Leichlinger Klinik Wersbach auf, einer Fachklinik für psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Ihr Geschäftsführer Kurt H. K. Lammert sagte umgehend einen kostenlosen Behandlungsplatz für die Geschädigte zu – für effektive Hilfe ohne bürokratischen Aufwand und dadurch bedingten weiteren Zeitverlust.
„Die Freude, die alle Beteiligten über den glücklichen Ausgang dieser einen Geschichte verspüren, wird nur noch dadurch getoppt, dass sie zeigt, dass es möglich ist, auch mit menschlichem Handeln Erfolge erzielen zu können“, so Jeske. „Zwar stehen uns keine Gelder wie einer großen Organisation zur Verfügung, aber Mittel und Mitglieder, mit denen sich viel trotzdem bewegen lässt – wie man sieht.“
Mehr über die Arbeit, das Angebot und alle Ansprechpartner der Organisation findet sich auf der Webseite www.subvenio-ev.de














