(openPR) Beim sinfonischen Blasorchester „Westfalen Winds“ laufen die Vorbereitungen für ein Highlight: am 4. Dezember sind die Berliner Philharmoniker zu Gast.
„Trompeten: In Takt 85 nicht so laut, die Flöten müssen hier deutlich zu hören sein.“ So und so ähnlich lauteten am vergangenen Wochenende die Ansagen, die Orchesterleiter Uli Schmidt an seine Schützlinge adressierte. Denn die 60 Musikerinnen und Musiker sollen gut vorbereitet sein, wenn am 4. Dezember besondere Gäste zum gemeinsamen Konzert erwartet werden. Die Posaunisten der Berliner Philharmoniker geben sich die Ehre.
Dass man solch Hochkaräter als Solisten gewinnen konnte, liegt an der besonderen Mitgliederstruktur von Westfalen Winds. Neben ambitionierten Laienmusikern aus ganz Nordrhein-Westfalen wirken in dem Blasorchester auch einige Profimusiker mit, die aus Freude am gemeinsamen Musizieren zu den vier jährlichen Wochenendarbeitsphasen kommen. Über einen solchen Berufsmusiker sei auch der Kontakt zu den Berlinern hergestellt worden, weiß Schmidt. „Unser Orchestermitglied Ulli Haas, seit einigen Jahren Solotubist bei den Duisburger Philharmonikern, hat früher zusammen mit ihnen studiert. Wir profitieren davon, dass die Freundschaft noch immer hält.“
Als zusätzliches Schmankerl sind die vier Hauptstädter Solisten eines Werkes, das Westfalen Winds extra für diesen Anlass in Auftrag gegeben hat. Wiederum über andere Kanäle entstand der Kontakt zum Komponisten Manfred Honetschläger. Ihm ist es gelungen, nicht nur den Berlinern, sondern auch dem Orchester ein Werk auf den Leib zu schreiben. Das
merkt man bereits nach wenigen Takten in der Probe – rasch zeigt sich die ganze Entfaltungskraft. Weshalb Honetschläger in der Bigband-Szene ebenso gefragt ist wie im Klassikbereich, wird dabei deutlich. Die Musiksprache ist sehr energetisch, spannungsgeladen und obendrein bilderreich: schließlich verbindet den Komponisten eine regelmäßige
Zusammenarbeit dem Filmorchester Babelsberg.
Dem Publikum wird „three, four six and nine“ erstmals am 4. Dezember in der Musikschule der Stadt Marl präsentiert. Bis dahin wissen dann auch die Trompeten, wann sie leiser als die Querflöten sein müssen.












