(openPR) Am 16. November 2010 fand das diesjährige Herbstkonzert des Instituts für Musik der Hochschule Osnabrück in Herford statt. Der angehende Musikjournalist Benedikt Fahlenkamp schrieb im Anschluss nachfolgende Konzertkritik:
"Am Dienstagabend fand in der sehr gut besuchten Neuapostolischen Kirche Herford Mitte ein eindrucksvolles Konzert statt, das der Leiter der Kammermusik am IfM der Hochschule Osnabrück, Prof. Roland Pröll mit dem exzellenten Trompeter Michele Kaufmann und der 14 jährigen koreanischen Geigenvirtuosin Yula Kim (Gaststudentin in der Aubildungsklasse von
Prof. Hauko Wessel) organisierte.
Michele Kaufmann bestach durch eine schöne Tongebung und besondere Atemtechnik bei seiner musikalischen Gestaltung des Trumpet Voluntary von Clarke und dem Air von Bach. Beide Werke wurden in außerordentlicher Feinabstimmung der Registerwahl von Pröll sensibel an der Orgel begleitet. Ebenso überzeugte Kaufmann im zweiten Teil mit dem Adagio von Albinoni.
Der weitbekannte Solist Roland Pröll spielte dann zum 200. Geburtsjahr Schumanns dessen grandiose Fantasie op. 17, in der er den weiten Bogen dramaturgisch intelligent spannte und dem zerrissenen Werk, dass aus zunächst unerfüllter Liebe zu Clara entstanden war, einen großartigen Zusammenhang verabreichte. Die technischen Fähigkeiten des Ausnahmepianisten sind fulminant, seine künstlerische Klanggestaltung wirkt betörend und zwingt in jeder Sekunde zur unbedingten Aufmerksamkeit– Pröll spielt nicht Klavier, er spricht eindringlich mit seiner Musik, er erzählt wundervolle Geschichten!
Dann spielte Yul-A Kim.... es war unglaublich, wie ein junges Mädchen in absoluter Tonreinheit die musikalische Weisheit des als sehr schwierig geltenden Violinkonzerts von Beethoven verkündete, in vollendeter Klangschönheit.... man war erinnert an den jungen Yehudi Menuhin oder an den jugendlichen David Oistrach. Die Zuhörer waren tief bewegt, es gab standing ovations und minutenlangen Applaus!
Roland Pröll und Yula Kim gaben als Zugabe noch die Canzonetta aus dem Violinkonzert von Tschaikowski, es war einfach wunderbar! Das Konzert bleibt unvergesslich, es ist der Gemeindeleitung der NAK Herford zu verdanken, dass sie den akustisch hervorragenden Kirchensaal für die Förderung einer solchen Ausnahmeerscheinung zur Verfügung stellte."
(Benedikt Fahlenkamp, Student am Institut für Musik und Musikwissenschaft - Musikjournalistik, TU Dortmund, Emil-Figge-Straße 50, Dortmund, 17.November 2010)










