(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Im Tagesverlauf haben die Rohölpreise weiter an Substanz eingebüßt. Am Nachmittag erreichten die Notierungen neue Tagestiefstwerte: Nordseeöl der Sorte Brent kostete weniger als 85 Dollar; US-Leichtöl (WTI) rutschte unter die 83-Dollar-Marke zurück.
Wegen des Thanksgiving Days in den USA – der gern für ein verlängertes Wochenende genutzt wird – verzeichneten die Rohstoffbörsen ein geringeres Handelsinteresse als üblich. Die Kursverluste sind vor dem Hintergrund rückläufiger Aktienmärkte sowie des fallendes Euros zu sehen. Sahen Anleger die europäische Währung erst kürzlich nach dem Irland-Hilfspaket noch in positivem Lichte, so echauffieren sie sich nun über die Lage in der Euro-Zone, denn die Schulden weiterer Länder wie Spanien oder Italien bereiten ihnen Kopfzerbrechen. Diese Wertminderung des Euros drückt nicht zuletzt auf die Rohölpreise.
Der Blick auf den Wochenverlauf unterstreicht einmal mehr die Volatilität der Ölnotierungen: Die Spanne reichte von Werten knapp über 80 Dollar bis über 84,50 Dollar. Die physische Versorgungslage ist dabei wohlgemerkt ausgezeichnet.
Konstanter zeigte sich der hiesige Heizölpreis, wenngleich es mit ihm vornehmlich nach oben ging. Er stieg am Montag bei 68,54 Euro ein, kratzte gestern mit 69,99 an der 70-Euro-Marke und überschritt diese heute. Der Erhebung von BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau zufolge lag der Bundesdurchschnittspreis heute damit bei 70,04 Euro (pro 100 Liter, Gesamtliefermenge: 3.000 Liter). Damit bewegt er sich über dem bisherigen Monatsmittel von 69,42 Euro. Zum Vergleich die Monatsdurchschnittspreise der Vorjahre für November: 2006 55,76 Euro; 2007 71,31 Euro; 2008 66,84 Euro; 2009 58,40 Euro.
Die Entwicklung der einheimischen Heizöl-Endverbraucherpreise im Bundesdurchschnitt und in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten. Regionale Abweichungen sind marktbedingt jederzeit möglich.
Frank Urbansky
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