(openPR) Der Exekutiv Yuan, die Regierung der Republik China auf Taiwan, hat am 19. November 2010 eine scharf formulierte Erklärung veröffentlicht, in der verlangt wird, die Asiatische Taekwondo Union (ATU) müsse auf ihrer offiziellen Homepage die ungerechtfertigte Disqualifikation der taiwanesischen Athletin Yang Shu-chun bei den Asienspielen eingestehen und sich für die Anschuldigungen gegenüber Taiwan und seiner Delegation entschuldigen. Außerdem hat Taiwans Kabinett die ATU um eine vernünftige Erklärung des Vorfalls gebeten und hat für Yang eine angemessen Entschädigung gefordert.
In dem Statement des Exekutiv Yuans heißt es, die Videoaufzeichnungen der Spiele würden beweisen, dass die Berichte zu der Angelegenheit, die auf der ATU-Website einzusehen sind, “ungereimt, widersprüchlich und anmaßend“ seien. Das Kabinett stellt die Darstellung des Geschehens durch die ATU in Frage. Die ATU habe behauptet, während des Wettkampfs seien an Yangs Fersen zwei elektronische Sensoren entdeckt worden. Doch „tatsächlich sind diese zusätzlichen Sensoren noch vor dem Wettkampf von den Socken Yangs entfernt worden,“ ließ die Regierung Taiwans erklären.
Die ATU ihrerseits behauptet, der Wettkampf Yangs sei unterbrochen worden nachdem an ihren Socken zwei zusätzlichen Sensoren entdeckt worden seien. Dagegen erklärt der Exekutiv Yuan, bei der Unterbrechung des Wettkampfes hätten sich an den Socken der Athletin keinerlei Sensoren befunden.
Auf ihrer Website bezeichnet die ATU den Vorfall als “schockierenden Akt der Täuschung durch Chinese Taipei“. Diese Anschuldigung bezeichnet das Kabinett als vollkommen unbegründet und in höchstem Maße unangemessen, da die Erklärung veröffentlicht wurde noch bevor überhaupt vereinbart wurde, den Fall nochmals zu untersuchen. “Die Anschuldigungen gegen Yang und das taiwanesische Team haben sowohl unserer Delegation bei den Asienspielen als auch den Bürgern Taiwans irreparablen Schaden zugefügt,“ heißt es in der Regierungserklärung.
Die ATU behauptet, sie habe die Erklärung des Taekwondo-Verbandes von Chinese Taipei überprüft und entsprechend bewertet. Tatsächlich, so das Kabinett, sei jedoch während einer Besprechung der ATU an der ursprünglichen Entscheidung festgehalten worden, und die Vertreter Taiwans seien erst in den Raum gebeten worden als die Entscheidung bereits gefallen war. Die ATU hat außerdem die Empfehlung ausgesprochen, Yang und ihre Trainer solange zu sperren bis der Fall vor der Ethik-Kommission des Taekwondo-Weltverbandes verhandelt wurde, außerdem sollen sich der Taekwondo-Verband von Chinese Taipei und seine Funktionäre einer weiterführenden Untersuchung durch die Ethik-Kommission des Taekwondo-Weltverbandes unterwerfen und angemessene Strafen akzeptieren.
Taiwan kann jedoch die ursprüngliche Entscheidung nicht gelten lassen, und der Rat für Sportangelegenheiten hat den Leiter des Nationalteams von Taiwan, seinen Stellvertreter und den Generalsekretär des taiwanesischen Olympischen Komitees aufgerufen, offiziell Protest einzulegen zur Verteidigung der taiwanesischen Athleten und Trainer und ihres Recht, an dem Wettkampf teilzunehmen.
Die Regierung fordert von der ATU, eine faire und unparteiische Haltung in den Verhandlungen um die umstrittene Disqualifizierung einzunehmen und davon abzusehen, irreführende und sinnentstellenden Informationen zu verbreiten. Premierminister Wu Den-yih erklärte, er sei im höchsten Maße enttäuscht ob der ungerechten Behandlung Yangs, die eine herausragende Athletin mit Aussichten auf die Goldmedaille sei. Die Regierung werde Yang bei ihrer Rückkehr den Empfang einer Heldin bereiten, sagte der Premier, der den Rat für Sportangelegenheiten bereits angewiesen hat, für Yangs weiteres Training und für ihre Ausbildung finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen.










