(openPR) In dem kleinen an der niederländischen Grenze gelegenen Städtchens Herzogenrath befinden sich, wie an so vielen Stellen in NRW, gleich mehrere Schwimmbäder zur Naherholung. Jedoch ein Bad wehrt sich vehement gegen Besucheranstürme aus der 47.500 Seelengemeinde. Es versteckt sich, liegt kaum erreichbar durch öffentliche Verkehrsmittel inmitten eines Naturschutzgebietes und öffnet nur 53 Stunden in der Woche. Für alle noch nicht abgeschreckten Schwimmer hat es zwischen Mai und September einfach ganz geschlossen.
Nach offiziellen Angaben besuchen 11,78 Schwimmer die Stunde das Schwimmbad. Hier sind jedoch auch die Schulklassenbesuche eingerechnet. Werden diese herausgerechnet verbleiben durchschnittlich nur drei Schwimmer in der Stunde. Ein so geringer Betrieb bedarf hoher städtischer Unterstützung. Trotz Eintrittspreisen von 2,50 Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für Kinder, wird jeder Besucher nach Berechnung des Jugendverbandes der FDP mit 14 Euro von der Stadt bezuschusst.
"Dieses Verbrennen von Gelder ist unverantwortlich und bringt das Becken zum überlaufen! Bei fast 50 Millionen Euro Schulden der Stadt Herzogenrath kann ein solcher Schwimmbadbetrieb nicht aufrecht erhalten werden.", ärgert sich Marcel Hafke, Landesvorsitzender der Jungen Liberalen (JuLis) NRW, über diese sinnlose Erhaltung des Bades. "Die JuLis NRW fordern daher die Stadt Herzogenrath zur sofortigen Schließung des Schwimmbades 'Herzogenrath-Mitte' auf. Sollte eine Schließung nicht erfolgen, erwarten wir vom Landrat in Hinblick auf eine vernünftige und ehrliche Politik, dass er den nächsten Stadthaushalt nicht genehmigt."










