(openPR) Am 15. März 1806 übernahm Napoleon als Souverän Berg und die rechtsrheinischen Gebiete des Herzogtums Kleve. Möglich wurde dies nach dem Frieden von Lunéville durch den Vertrag von Schönbrunn. Der bayrische Kurfürst Maximilian IV. Joseph trat das geerbte Herzogtum Berg gegen die Grafschaft Ansbach an Napoleon ab.
Dieser übertrug das neu geschaffene Großherzogtum Berg mit Düsseldorf als Landeshauptstadt seinem Schwager Joachim Murat, der im Mai 1806 in seine Düsseldorfer Residenz zog.
Napoleon selbst besuchte Düsseldorf nur einmal im November (02.-05.11.1811). Der Besuch hinterließ nicht nur für den jungen Heinrich Heine einen bleibenden Eindruck. Heine konnte später einen Anspruch auf die französische Staatsbürgerschaft erheben und die Einführung des Code Civil, das neue Gesetzbuch stellte zu seiner Freude die Juden rechtlich mit den Nicht-Juden gleich.
Napoleon erließ ein Verschönerungsdekret für Düsseldorf und beauftragte Persönlichkeiten wie Hofbaumeister Kaspar Anton Huschberger, Gartenbaumeister Maximilian Friedrich Weyhe und den Wasserbaumeister Wilhelm Gottlieb Bauer die Kriegsschäden zu beseitigen
Es entwickelte sich auch die gastronomische längste Theke der Welt; das im Volksmund bekannte Retematäng - für die Ratinger Straße - soll in der damaligen Zeit von einem Düsseldorfer, der der französischen Sprache nicht mächtig war , des nächtlichen kaiserlichen Ausrufs „Rue de Martin“ in Anlehung der Straßen in Paris übersetzt haben.
Hierzu gibt es keine wirtschaftlichen Zeitzeugen bzw. finanzwissenschaftliche Dokumente.
Allerdings gibt es in der Geschichtsschreibung Napoleon Bonapartes das geschaffene Königreich Westphalen. Der Rheinbundstaat bestand zwischen dem Frieden von Tilsit 1807 und der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 und erstreckte sich über Gebietsteile von sieben heutigen Bundesländern (Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bremen, Hamburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt).Das Königreich Westphalen brach allerdings 1813 bei der Völkerschlacht bei Leipzig unter dem Ansturm russischer und preußischer Truppen zusammen
Die angebotene Aktie der „Munificence Impériale Société de Westpfhalie“ ist nicht zu verwechseln mit den in Cassel ausgestellten hochformatigen Obligationen Die Obligationen wurden mit einem Gesetz vom 17. Juli 1808 zur Zwangsanleihe der Einwohner des Königreichs für die Finanzierung der Kriege von Kaiser Napoleon in Höhe von 20 Millionen Francs emittiert und im Zeitraum 1809-1811 ausgegeben; diese werden häufiger auf Auktionen angeboten.
Neben den genannten Anleihen wurde von jedem Landbesitzer eine Aktie der Gesellschaft gezeichnet, die im Gegenzug eine Dividende aus den Gewinnen des Königreichs erhalten sollten.
Das Auktionshaus A-W-S veranstaltet am 20.11.2010 im Geburtshaus von Heine auf der Bolkerstr. 53 eine Versteigerung Historischer Wertpapiere und verknüpft somit Kultur und Geschichte, die sich auf den angebotenen Aktien und Anleihen widerspiegeln.
Neben lokalen Papieren aus Düsseldorf kommen Historische Wertpapiere aus dem weiteren Umland, Europa und aus Amerika in alphabetischer Reihenfolge zur Versteigerung. Letztere zeichnen sich vor allem durch dekorative Stahlstiche aus.













