(openPR) (München, 10. November 2010) Mithilfe des regelmäßig gemessenen Serum-Testosteronwertes lässt sich ermitteln, wie gut Patienten mit einem PCA auf die Androgendeprivationstherapie (ADT) ansprechen. Das ist das wichtigste Ergebnis einer hochkarätig besetzten Expertengruppe aus ganz Europa, die alle relevanten Studien zum Thema Prostatakarzinom analysiert hat. Ein kürzlich in European Urology publizierter Review fasst die Ergebnisse des Panels zusammen.1
Jährlich erkranken hierzulande mehr als 58.000 Männer an einem Prostatakarzinom (PCA). In Europa ist das PCA unter den krebsbedingten Todesfällen die zweithäufigste Todesursache bei Männern. Bei nahezu allen Patienten wachsen die Tumorzellen hormonabhängig.
Heute hat sich die medikamentöse Kastration beispielweise mit LHRH-Analoga wie Leuprorelinacetat (Eligard®) durchgesetzt. Aktuelle Untersuchungen bestätigen, dass der Testosteronspiegel mit der medikamentösen Kastration auf Werte unter 20 ng/dL gesenkt und gehalten werden sollte.2 Dieses Kastrationsniveau wird seit langem in zahlreichen Studien als Therapieziel angeregt, in die EAU-Guidelines 2010 ist es erneut zur Diskussion aufgenommen worden.3 Ein Kastrationsniveau von 50 ng/dl gilt nicht mehr als angemessen.
Mehr Klarheit während der Behandlung
Historisch gesehen ist das PSA der wichtigste Verlaufparameter bei der Hormontherapie. Der aktuelle Review – von renommierten Wissenschaftlern wie Prof. C. Schulman aus Brüssel erstellt – unterstreicht nun, dass auch die zusätzliche Messung des Testosteronwertes sinnvoll ist, um den Verlauf der ADT zu kontrollieren. Testosteron nimmt unbestritten eine Schlüsselposition beim Wachstum des Prostatakarzinoms ein.4
Dem Übersichtsartikel zufolge sollte der Testosteronwert zu Beginn der Hormontherapie regelmäßig und routinemäßig gemessen werden. Ist das Kastrationsniveau nach den ersten drei Messungen erreicht, können die Messabstände vergrößert werden.5 Wenn die PSA-Werte unter der ADT zunehmen, lässt sich mithilfe der kontinuierlichen Hormonbestimmung eine Kastrationsresistenz nachweisen.3 Zudem kann anhand der Messung des Testosteronwerts bei der intermittierenden ADT entschieden werden, wann die Hormonblockade fortgeführt werden soll.6
Nicht geeignet ist die Messung dagegen, um das Risiko für ein PCA in der Bevölkerung zu bestimmen oder die Aggressivität eines Tumors festzustellen.3, 7-9 Auch die Spezifität von PSA-Tests lässt sich anhand des bestimmten Hormonwertes nicht verbessern.10
Eligard® ermöglicht effektive Testosteronkontrolle
Eligard® ist ein LHRH-Analogon mit innovativem Biomatrix-System (Atrigel®-System). Unter der Haut bildet sich ein gelartiges Depot, das sich in einem definierten Zeitraum auflöst und den Wirkstoff Leuprorelinacetat dabei freisetzt. Die drei unterschiedlich dosierten Depotformen für einen, drei bzw. sechs Monate senken den Testosteronwert bei nahezu allen Patienten auf unter 20 ng/dL.11-13 Dadurch wird hohe Effektivität mit größtmöglicher Flexibilität verbunden.
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Literatur:
1 Schulmann CC et al. European Urol 2010; 58: 65-74.
2 Schulmann CC et al. Eur Urol Suppl 2010, 9: 675-691.
3 Heidenreich A et al. Guidelines on Prostate Cancer, European Association of Urology 2010.
4 Harris WP et al. Nat Clin Pract Urol 2009;6:76–85.
5 Morote J et al. BJU Int 2009;103:332–5.
6 Oefelein MG et al. J Urol 2003;169:251–5.
7 Carpenter WR et al. J Natl Cancer Inst 2008;100:158–9.
8 Roddam AW et al. J Natl Cancer Inst 2008;100:170–83.
9 Taira AV et al. Int J Radiat Oncol Biol Phys 2009;74: 1143–9.
10 Morote J et al. BJU Int 2010;105:481–4.
11 Perez-Marreno R et al. Clin Ther 2002; 24: 1902-14.
12 Chu FM et al. J Urol 2002 ; 168 : 1199-1203.
13 Crawford ED et al. J Urol 2006; 175: 533-6.
Abdruck honorarfrei. Belegexemplar erbeten.







