(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Die Rohölpreise kannten auch heute nur eine Richtung – nach oben. Anleger wurden von einer Prognose der Internationalen Energieagentur beflügelt, die schon für dieses Jahr einen weltweit täglichen Mehrerbrauch von 1,7 Millionen Barrel errechnete. Das trieb auch die Heizölpreise in Deutschland nach oben – am nunmehr 6. Tag in Folge und kratzt nun n der 70-Euro-Marke.
Auch heute kletterten die Notierungen für Rohöl an den Warenterminbörsen in New York und London weiter nach oben – bis zum Nachmittag (MESZ) um jeweils 70 US-Cent je Barrel. Nordseeöl (Brent) lag stabil über 88 US-Dollar je Barrel und war damit so teuer wie seit Anfang Oktober 2008 nicht mehr. Gleiches gilt für US-Leichtöl. Hier wurden ebenfalls seit zwei Jahren keine Preise mehr über 87 Dollar erzielt.
Obwohl die Marktlage weiterhin als überversorgt gilt – so schätzen Analysten, dass das American Petroleum Institute in seiner wöchentlichen Schätzung der Rohölreserven heute von einem weiteren Anstieg ausgeht – orientieren sich die Preise mehr an den Aktienmärkten. Die steigen heute auch in Europa wieder an. Zusätzlich sorgte eine Schätzung der Internationalen Energie Agentur (IEA) für Schub. Die IEA rechnet damit, dass noch in diesem Jahr die weltweite Ölnachfrage um 1,7 Mio. Barrel pro Tag und 2011um 1,4 Mio. Barrel pro Tag nach oben geht. Für noch höheren Verbrauch könnten dabei die Schwellenländer sorgen. Deswegen schätzt die in Paris ansässige Behörde ein, dass der Rohölpreis bis 2015 konstant über 100 US-Dollar je Barrel steigen könnte.
Die hiesigen Heizölpreise trugen dieser Tendenz Rechnung und stiegen ebenfalls – am nunmehr 6. Tag in Folge. Bei einer Lieferung von 3.000 Litern verteuerte sich die 100-Liter-Partie Heizöl EL um 47 Cent auf 69,95 Euro. Diesen Wert ergab die aktuelle Erhebung von BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau. Das letzte Mal, als der Heizölpreis an der 70-Euro-Grenze kratze, war Ende Juni diesen Jahres. Nur ein in Folge der guten europäischen Aktienkurse wieder festerer Euro verhinderte einen noch größeren Anstieg. Das berichtet das Onlineportal des Fachmagazins BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau auf seiner Website www.brennstoffspiegel.de.
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