(openPR) Berlin, 4. November 2010. Studien zeigen einen engen Zusammenhang zwischen dem Bildungstand und der Gesundheit. Je höher der Bildungsstand, desto stärker das Interesse an gesundheitlichen Themen wie Ernährung, Bewegung und gesundheitsbewusstem Verhalten. „Wir brauchen eine breite gesellschaftliche Diskussion, ob bereits in der Schule das Thema "Gesundheit" umfassend angeboten werden sollte, um dadurch die Grundlage für eine gesündere Lebensweise zu legen. Das wiederum hätte positive Auswirkungen auf die Ausgaben im Gesundheitswesen insgesamt“, forderte Rainer Holldorf, Sprecher des Teltower Kreises auf einem Symposium zum Thema Bildung und Gesundheit in Berlin. Durch eine möglichst frühzeitige Beschäftigung mit dem Thema „Gesundheit“ könnten Kinder und Jugendliche ein gesundheitsbewusstes Verhalten erlernen und somit Gesundheitsrisiken eher vermieden werden, so Holldorf.
Auch Sylvia Canel MdB (FDP), setzte sich für eine frühzeitige Gesundheitsförderung ein. „Für die Entwicklung kognitiver, emotionaler und sozialer Fähigkeiten ist es fundamental, dass Kinder frühzeitig mit anregenden Lernangeboten in Berührung kommen, die das Gesundheitsbewusstsein fördern und gesundheitsbewusstes Verhalten vermitteln.“
Für Dr. Wolfgang Gaissmaier, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, besteht erheblicher Verbesserungsbedarf bei der Darstellung und Übermittlung medizinischer Informationen für Patienten. „Oft bestehen erhebliche Probleme, statistische Angaben zu verstehen und mit Zahlen umzugehen. Dies wäre aber zwingend erforderlich, damit Menschen Nutzen und Risiken von diagnostischen und therapeutischen Verfahren in der Medizin richtig einschätzen und informierte Entscheidungen treffen können. Menschen sollten deshalb einen grundlegenden Umgang mit Unsicherheit und statistischen Informationen in der Medizin und darüber hinaus bereits frühzeitig lernen.“







