(openPR) Eine intensivierte komplexe Kompressionstherapie kann verschlossene Beinvenen wieder eröffnen !
14 Tage bis 30 Tage werden Patienten mit sehr intensiver Kompression behandelt ,wenn die Beinvenen nach einer Thrombose verschlossen sind .
Es werden täglich 3x mehrlagige Kompressinsverbände angelegt , bestehend aus Mullbinden , speziellen Schaumstoffbinden und textilelastischen Kurzzugbinden.Zusätzlich wird 6 x täglich eine intensive pneumatische Luftdruck-Kompresionstherapie mit der Venenhose durchgeführt und der Patient muss viel Gehen . Gleichzeitig bekommt er Heparin und Marcumar zur Verhinderung eines Thrombuswachstums .
Bisher werden Patienten mit Thrombosen nur ca.10 Tage behandelt und dann wird die Thrombose quasi ihrem natürlichen Verlauf überlassen. Der Patient bekommt einen Kompressionstrumpf und Marcumar.
Entscheidend für das weitere Schicksal des Patienten ist jedoch wieviel Thrombusmaterial beseitigt werden konnte.
Operationen und auflösenden Medikamente haben an Wichtigkeit verloren , wegen der Nebenwirkungen und geringen Erfolgsaussichten.
Ist jedoch die Kniekehlenvene nach Thrombose verschlossen , fliesst kein Blut mehr aus dem Bein,oder wird stark behindert. Lebenslanger Stau ist die Folge bis hin zum Offenen Bein. Das Vollbild des Postthrombotischen Syndroms ist erreicht : Schwere-und Spannungsgefühl,Juckreiz , Ödeme, Ekzeme,Bestungsschmerz , Allergien auf diverse" Venensalben", Krampfaderbildung führen dann bei oft banaler Verletzung zum Ulcus cruris -dem gefürchteten Beingeschwür.Mythen behaftet.
So kann eine offensichtlich Nebenwirkungsfreie Methode verhindern , dass die Beinvenen verschlossen bleiben .
Nur man muss so früh wie möglich damit beginnen ! Aber es stimmt wohl nicht , dass nach 10 Tagen kein Erfolg mehr zu erzielen ist : auch wenn die Thrombose schon 4-6 Wochen zurückliegt gelingt es eine fest verschlossene Kniekehlenven und Oberschenkelvene zu eröffnen .
Auch wenn nicht alles Thrombusmateril beseitigt werden kann , fliesst das Blut ungehindert ab und der Druck im Bein sinkt deutlich , somit auch die Schmerzen ,die Schwellungen sind praktisch immer zu beseitigen.
Bessere Ergebnisse lassen sich wohl erzielen , wenn man sofort mit der intensivierten Kompression mehrfach täglich (!) beginnt und das Gerinnsel noch nicht fester mit der Venenwand verbunden ist .
Heute gilt es schon fast als Kunstfehler ,wenn der Thrombosepatient ins Bett gelegt wird,dann erst kann das Gerinnsel wachsen und zur tödilchen Lungenembolie führen.
Früher lag jeder Patient auf einer Intensivstation -heute geht er möglichst viel umher.
Ambulanz oder stationär? Das ist nicht entscheidend !
Ist sicher gestellt dass die Intensive Kombinierte Komplexe Kompressionstherapie (IKKK) rund um die Uhr möglich ist , auch am Wochenende, auch am Feiertag , geht's auch ambulant .
Aber das Wichtigste für das weiter Leben ist soviel wie möglich Gerinnsel zu beseitigen!
10 Tage sind offensichtlich zu kurz.









