(openPR) Endlich ist es soweit: "Woman in the city" erobert eine weitere Stadt: Hamburg. Ein halbes Jahr lang hat das Hamburger Team dort seine Ausgabe vorbereitet, Stories gesammelt, sich und das Konzept vorgestellt und die ersten Anzeigenkunden in der Millionenstadt gefunden.
In Kiel gibt es das Magazin bereits seit 2002. Ein motiviertes, eingeschworenes Team aus dem Mehr Magazin Verlag hat es hoch oben im Norden mit viel Liebe und Engagement vorangetrieben, heute ist es aus der Kieler Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken.
Dort freut man sich nun, auch den eigenen Lesern künftig Geschichten aus der großen Nachbarstadt zu liefern. Denn: Das Kieler und das Hamburger Redaktionsteam wollen eng zusammen arbeiten und so die Synergien positiv nutzen. Den Kunden soll zudem so die Möglichkeit geboten werden, auch überregional für sich zu werben.
Herausgeberin der Hamburger Ausgabe ist keine Unbekannte in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt: Ilona Lutje hat 15 Jahre lang hier gelebt, das journalistische Handwerk bei den Kieler Nachrichten gelernt und gehorte schon in den Anfangszeiten der Kieler Witc zum Team. Der Mehr Magazin Verlag hat sie befragt zu „ihrer“ woman und ihrem Hamburg.
womaninthecity: Du hast lange in Kiel gelebt, lebst jetzt seit sechs Jahren in Hamburg, welches ist Deine Stadt?
Ilona Lutje: Definitiv Hamburg. Hier bin ich angekommen. Zu Hause. Ich mag Trubel um mich rum, Leben. Das habe ich hier. Dass man hier immer alle nah bei sich hat und nur einen Schritt vor die Tur machen muss, wenn einem zu Hause die Decke auf den Kopf fällt.
womaninthecity: Was zeichnet Hamburg aus?
Zum Einen naturlich die vielen Gesichter der Stadt. Zum anderen die Lockerheit, die Hamburg ausstrahlt. Hier kann man sein, wie man ist, niemand muss sich verbiegen oder eine Maske aufsetzen.
womaninthecity: Was sind die schlechten Seiten der Stadt?
Die hohen Mieten! Und die viel zu wenigen Parkplätze!
womaninthecity: Sind die Hamburger Frauen anders als die Kieler?
Ich glaube nicht, dass man sie vergleichen kann und sollte. Ich kenne so viele Kieler Frauen, die sich in Kiel wohlfuhlen und hier zu Hause sind, und sich dennoch regelmäßig nach Hamburg orientieren. Hier können sie ein bisschen Großstadtluft schnuppern oder abends auch einfach nur mal so lange feiern, bis die Bar ausgefegt wird. Es gibt immer den einen oder anderen Typ Frau, der einem persönlich nicht so liegt, aber das ist definitv keine Frage der Heimat. Sicher ist nur: Hamburg bietet einfach ein bisschen mehr. Und das nutzen die Kieler Frauen ebenso gern wie die Hamburger.
womaninthecity: Was hat Dich bei den Themen fur die erste Ausgabe geleitet?
Meine vielen Gespräche, die ich in der Planungsphase gefuhrt habe. Als ich noch unsicher war, ob ich einem Tagtraum hinterher jage oder andere Menschen ebenso begeistert von der Idee sind. Nachdem diese idee im Fruhjahr gereift ist, habe ich bei jeder Gelegenheit davon gesprochen, selbst beim Shoppen oder auf dem Wochenmarkt. Und immer auch die Frage gestellt: Was interessiert euch eigentlich? Das war mein Input und ich bin dafur sehr dankbar.
womaninthecity: Wie soll sich woman in the city Hamburg weiterentwickeln?
Noch mag ich da gar nicht so genau druber nachdenken, ehrlich gesagt. Jetzt, zur ersten Ausgabe, bekomme ich manchmal Angst vor der eigenen Courage. Und die sagt mir: Im nächsten Jahr soll mindestens ein weiterer Stadtteil dazu kommen, im Fruhjahr werden wir darum aus der Burogemeinschaft in eigene Räume ziehen und das Team vergrößern. Aber auch, wenn Geduld nicht gerade zu meinen Stärken gehört: Wir gehen alles mit Konzept und Überlegung an.
womaninthecity: Welche Themen sind dir wichtig?
Ich habe keine bestimmten Themen. Wichtig ist nur, von nebenan zu erzählen. Heute besinnt sich jeder wieder auf Nachbarschaft und Gemeinschaft, auf Nähe. Bei der Informationsflut, die heute täglich uber uns hereinbricht, wollen wir ein wenig Ruhe bringen. Die Menschen aus dem Stadtteil vorstellen. Menschen, die einem jeden Tag begegnen, die man grusst, weil sie schon zum Alltag gehören und die man trotzdem nicht kennt. Ich will wissen: Was bewegt die Frauen im Stadtteil? Und ihnen erzählen, was alles um sie herum passiert und wie viel Neues einen Blick wert ist. Geschichten hat jeder zu erzählen!
womaninthecity: Und nie ein bisschen Sehnsucht nach Kiel?
Doch klar. Oft sogar. Schließlich habe ich hier 15 Jahre lang gelebt. Da wachsen viele Freundschaften, die ich naturlich vermisse. Die Zeit rast an einem vorbei und man sieht sich viel zu selten. Glucklicherweise habe ich Freunde, die so etwas nicht ubel nehmen, jedes Treffen fuhlt sich an, als wäre das letzte erst gestern gewesen – selbst wenn es Wochen her ist. Und naturlich vermisse ich die Förde!












