(openPR) „Deutschland gefällt mir sehr, und ich wollte unbedingt hier arbeiten!“ Eine Aussage, die in der momentanen Situation von Optimismus zeugt. Sie stammt von der 26-jährigen Vivien Kelber, die in Brasilien geboren ist und bis vor drei Jahren dort gelebt hat. Nach Schule und Universität in Sao Paulo kam die junge Frau mit zwei Staatsbürgerschaften über Praktika in den Niederlassungen deutscher Konzerne auf die Idee, sich beruflich in Deutschland umzusehen. Gesagt, getan: Anlaufstelle in der Südpfalz waren Freunde der Eltern. Nach Stationen bei Nolte Möbel in Germersheim und in einer Karlsruher Firma beschloss sie, das kleine Unternehmen ihres deutschen Partners Tobias Welsch aus Kuhardt um eine geschäftliche Facette zu bereichern. Aus dem seit über acht Jahren gut eingeführten EDV-Dienstleister von IT-Lösungen mit rund 450 Kunden wurde im Herbst 2009 Netwel IT & Marketing Solutions.
„Netwel IT hatte viele Anfragen rund um das Thema Internet und Webseiten, aber auch wegen Logos und Visitenkarten, was mir den Start in Richtung Marketing natürlich erleichtert hat“, so Vivien Kelber. Seit einem Dreivierteljahr kümmert sie sich nun aktiv um den Bereich Webdesign, d.h. um die Erstellung oder Überarbeitung von Internetseiten sowie das Corporate Design (Logo, Visitenkarten, Geschäftsausstattungen, Plakate etc.) – mit wachsendem Erfolg. „Der Umsatz von Netwel Marketing betrug in den ersten acht Monaten bereits rund 36.000 Euro, Tendenz steigend.“ Als Erfolgsfaktor entpuppte sich, dass die agile Marketingexpertin direkt und persönlich auf mögliche Auftraggeber zugeht, Angebote auf deren Wünsche zuschneidet und dass sie nicht nur deutsche sondern auch brasilianische Kunden betreut.
Obwohl Vivien Kelber nun schon seit drei Jahren in Deutschland tätig ist, wundert sie sich manchmal immer noch über gravierende Unterschiede in der Arbeitswelt. „In Brasilien arbeiten die Menschen zwar mehr Stunden, aber weniger effektiv als hier – auch wegen oft ausgedehnter Pausen.“ Trotzdem steht man in Brasilien mehr unter Erfolgsdruck und wird viel stärker durch Vorgesetzte kontrolliert, so ihr Eindruck. Auch die Hierarchie vom Chef zum Untergebenen ist in Brasilien viel strenger und – kaum zu glauben – auch die Kleiderordnung. „Egal ob Praktikant oder Präsident, alle kommen in Anzug oder Kostüm ins Büro“, erzählt die Deutsch-Brasilianerin, die aufgrund ihrer eigenen Geschichte das Beste aus zwei Welten vereinen kann.
Als Kunden konnte Vivien Kelber zum Beispiel eine große Physiotherapie-Praxis gewinnen, für die sie von der Homepage über Auto- und Fensterbeschriftungen bis zu Gutscheinen, Plakaten und Stempel ein ganzes Maßnahmenpaket realisieren konnte. Aber auch wenn es nur um den Druck von Visitenkarten geht, ist man bei Netwel an der richtigen Adresse. „Wir haben uns auf Kleingewerbe und Existenzgründer spezialisiert“, erläutert Kelber die Geschäftsphilosophie. „Für diese Zielgruppen haben wir spezielle Angebote in petto, auch was die Bezahlung anlangt.“ Zum Beispiel können „Einsteiger“ in die Geschäftswelt Ratenzahlungen mit den Marketingspezialisten vereinbaren.
Der Umsatz von Netwel Marketing pro gestalteten Internetauftritt liegt durchschnittlich bei 1.200 Euro, für ein Corporate Design (Logo, Visitenkarten, Briefpapier und Flyer) werden je nach Aufwand rund 550 Euro fällig. „Lehrgeld“ musste die Jungunternehmerin auch schon bezahlen: Ein Arzt wollte die erbrachte Leistung dann doch nicht wie besprochen honorieren. Seitdem geht ohne gegengezeichneten Kostenvoranschlag nichts mehr.
Die Zusammenarbeit zwischen Vivien Kleber und Tobias Welsch funktioniert prima. „Wir ergänzen uns optimal, und unsere Kunden wissen das erweiterte Angebot von Netwel zu schätzen“, bestätigt EDV-Spezialist Welsch. Derzeit betreut das Team, das neben den Beiden aus freien Mitarbeitern für die Programmierung und den Text besteht, bereits über 30 Kunden, darunter Arzt- und Therapiepraxen, Handwerksbetriebe, Kanzleien, Restaurants, Vereine etc., in Deutschland. „In Brasilien sind wir außerdem für ein Weiterbildungsinstitut in den Bereichen Marketing und Publik Relations tätig – einer unserer größten Kunden“, so Kelber. „Dazu kommt das ehrenamtliche Engagement für die Arbeitsgruppe Recife e.V. mit Sitz in Karlsruhe, die sich für Straßenkinder in Brasilien einsetzt.“ Netwel Marketing aus Neupotz hat für den Verein den neuen Internetauftritt erstellt und arbeitet derzeit an Faltblättern. Außerdem unterstützt Vivien Kelber seit kurzem das Just Existenzgründerforum in Landau, denn die Fachfrau weiß, dass in Brasilien und in Deutschland dauerhafter Erfolg nur über Netzwerke möglich ist.









