(openPR) Im August 2010 gelang dem deutschen Golfprofi Martin Kaymer das, was vor ihm nur einem einzigen Golfer aus Deutschland gelungen ist – Der 25-jährige gewann die PGA Championship in New York und schrieb damit als Sieger eines der vier Major Golfturniere ein großes Stück deutsche Golfgeschichte. Neben Martin Kaymer konnte lediglich Bernard Langer als Deutscher Siege bei einem Major Golfturnier verbuchen. Langer konnte das jüngste der vier Major-Turniere in Georgia gleich zweimal gewinnen (1985 und 1993). Laut einer Umfrage vom Dortmunder Marktforschungsinstitut promit denken jedoch über 50% der Deutschen, dass der 25-jährige Düsseldorfer die Erfolge von Bernard Langer noch übertreffen kann.
Ein junger, deutscher Golfprofi, der sich mit Größen wie Tiger Woods und Phil Mickelson messen kann? Das macht doch eigentlich Lust auf Mehr vom bisher als eher elitär empfundenen Sport. Sollte man zumindest meinen, jedoch gaben in derselben Umfrage über 90% an, dass der Golfsport durch das neue Deutsche „Golf-Aushängeschild“, Martin Kaymer nicht interessanter geworden ist. Nur rund 10% gaben an, dass Golf als Sportart durch die Titel von Martin Kaymer attraktiver geworden ist. Leidet der Golfsport in Deutschland also unter einem Imageproblem? Wohl eher nicht, denn in den letzten 10 Jahren ist die Anzahl der aktiven Golfer in Deutschland von rund 370.000 auf fast 600.000 gestiegen. (Quelle: Deutscher Golf Verband e.V.). Auch bei der Anzahl der Golfclubs in Deutschland konnte ein kontinuierliches Wachstum beobachtet werden. So beläuft sich die Zahl der Golfclubs heute auf rund 790, während es vor 10 Jahren nur 621 waren. Das Golf kein Sport der breiten Masse, wie etwa Fußball ist, ist klar, jedoch ist auch in Deutschland der Trend zu beobachten, dass der Golfsport deutschlandweit an Akzeptanz und Popularität gewinnt und sich vom konservativem, langweiligen und elitärem Image zu einem eher Lifestyle-trächtigem Image entwickelt. Die Sportart, die in Ländern wie Irland und Australien schon längst zum Volkssport geworden ist, wird wohl auch in Deutschland weiter wachsen und möglicherweise kann so, in Verbindung mit den Siegen von Martin Kaymer eine höhere mediale Präsenz erreicht werden. Das würde dann auch weitere positive Auswirkungen auf das Sponsorenvolumen der „grünen Sportart“ haben. Laut der Studien Sponsor Visions aus 2009 ist Golf (42%) bereits die zweitbeliebteste Sponsoring-Sportart hinter Fußball (52%). Ein Ergebnis, dass in Verbindung mit den Golfer- und Golfclubzahlen zeigt, dass Golf auch in Deutschland auf dem Weg zur Volkssportart ist und Leute wie Martin Kaymer, als Botschafter des Golfsports tragen nicht nur gegenwärtig, sondern sicherlich auch in Zukunft zu dieser Entwicklung bei.













