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Pipeline macht Nationalpark unglaubwürdig

28.04.200422:18 UhrVereine & Verbände

(openPR) WWF kritisiert Pipelinebau durch das Wattenmeer

Bremen, 17.10.2003: Die internationale Umweltschutzorganisation WWF kritisiert die gestern vom Landesbergamt Clausthal-Zellerfeld mit einem Planfeststellungsbeschluss erteilte Genehmigung für den Bau einer Pipeline durch den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Diese führe zu einem weiteren Großeingriff in das hoch empfindliche Naturgebiet, das unter dem Schutz des Nationalparkgesetzes, der Europäischen Naturschutzrichtlinien und mehrerer internationaler Schutzabkommen steht.



„Die Hoffnung auf eine mittelfristige Beendigung der Ölförderung und eine Schließung der industriellen Förderanlage Mittelplate im Wattenmeer ist nun, entgegen den Prognosen des Landesbergamtes, in weite Ferne gerückt„ so Wattenmeerexperte Hans Ulrich Rösner vom World Wide Fund for Nature (WWF).

Der WWF warnt, dass es mit dem Bau der Pipeline in 5 bis 25 Metern Tiefe unter dem Wattboden zu erheblichen Störungen vor allem für die Wattvögel während der mehrmonatigen Bauphase von Anfang März bis Mitte Juli nächsten Jahres kommen werde. Für den Bau der Pipeline müsse schweres Gerät eingesetzt werden und zahlreiche Brut- und Rastvögel befinden sich in dem Gebiet. Als besonders gravierend sei zu bewerten, dass durch die Investition von mehr als 100 Millionen Euro Sachzwänge geschaffen werden, die einen baldigen Ausstieg aus der Ölförderung im Schutzgebiet erschweren.

„Wie von einer Salami schneiden sich die Ölfirmen scheibchenweise ein Stück nach dem anderen aus dem Nationalpark heraus„, so WWF-Wattenmeerexperte Hans-Ulrich Rösner. „Kurz nach Gründung des Nationalparks wurde 1986 die Ölförderinsel gebaut. Und seitdem kam es immer wieder zu umfangreichen seismische Messungen im Watt, die zu einer stetigen Ausweitung des Förderbetriebes und der damit verbundenen Unruhe im Schutzgebiet führten.„

Der WWF fordert das aus den Firmen RWE/DEA und Wintershall bestehende Mittelplate-Konsortium auf, endlich einem Ausstieg aus der Ölförderung im Nationalpark mit einem konkreten und zeitlich akzeptablen Schlusspunkt zuzustimmen und so die unhaltbaren Zustände im Wattenmeer zwischen Büsum und Elbemündung zu beenden. Immerhin sei es möglich, große Teile der dortigen Ölreserven auch von Land aus zu fördern.

Kritik übt der WWF auch am deutschen Bergrecht, welches die Gewinnung von Rohstoffen selbst aus Nationalparken und Naturschutzgebieten fördert: „Hier ist dringend eine Anpassung an moderne Zeiten erforderlich, in denen es bekanntlich auch noch andere gesellschaftliche Anliegen als den Bergbau gibt.„

Weitere Informationen:http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/01426/index.html

Kontakt:

Dr. Hans-Ulrich RösnerLeiter Projektbüro WattenmeerWWF DeutschlandTel.: 0 48 41 / 6 20 73 oder 0170-9247662Fax: 47 36

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