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Kloeppel: Qualität kommt von Qual

14.10.201008:52 UhrMedien & Telekommunikation
Bild: Kloeppel: Qualität kommt von Qual
Medienforum Mittweida - alles außergewöhnlich
Medienforum Mittweida - alles außergewöhnlich

(openPR) Das Medienforum Mittweida überzeugt mit spannenden Diskussionen, kompetenten Gästen und interessanten Denkanstößen

Mit der Podiumsdiskussion „Mein digitales ICH“ eröffnete am 11. Oktober eine kompetente Runde das 14. Medienforum Mittweida. Unter Leitung des Mittweidaer Hochschulabsolventen Tino Kreßner diskutierten die Social Network-Profis Prof. Hendrik Speck, Peter Böhnke, Christian Walther und Rob Vegas über die Zukunft und Sicherheit digitaler Identitäten. Internet-Showmaster Rob Vegas gab sich 2009 für mehrere Monate bei Twitter als Harald Schmidt aus - für Vegas ein witziges Experiment, für viele, in deren Namen unerlaubt Nachrichten verbreitet werden, traurige Realität. Fehlende Kontrolle trifft online auf Speicherung aller Daten. „Manchmal ist es doch wichtig zu vergessen" resümiert Prof. Speck – doch genau das ist im Internet kaum möglich.



Zur gleichen Zeit fesselte Richard Gutjahr seine Zuhörer mit dem Vortrag „Monopolisierung um jeden Preis“. Der Redakteur des Bayerischen Rundfunk und weltweit erste iPad-Besitzer analysierte die Marktsituation, die „Big Player“ wie Apple, Google & Co maßgeblich beeinflussen. Jedoch warnte er vor überzogener Panikmacherei: "Moden kommen und gehen." Für Gutjahr steht dabei fest, dass Videostreaming der Markt von morgen ist – das Fernsehen weist trotz neuer Medien weiterhin die längsten Nutzungsdauern auf. Dieser Entwicklung sind sich auch Apple und Google bewusst, die noch in diesem Jahr Apple-TV und Google-Video auf den Markt bringen wollen.

„Die Macht der Rhetorik“ führte Moderator und Motivator Stefan Ehlers auf ungewöhnliche Weise vor, indem er das Jonglieren mit drei Bällen als Moderationstraining nutzte. Mit vielen Tipps und witzigen Übungen brachte er den Workshopteilnehmern die Kunst der Moderation näher. Neben der intensiven Vorbereitung legt Ehlers dabei besonders Wert auf die richtige Kommunikation: "90 Prozent der Kommunikation geht schief, weil sich die Menschen falsch verstehen." Für den Erfolg ist dabei auch die Verpackung – besonders Körpersprache und Stimme - wichtig.

Mit Unterstützung von Professor Peter Gottschalk sprach Journalistin Barbara Dickmann über den „Skandal um die gefälschten Hitler-Tagebücher“. Sie war 1983 als eine der Wenigen von Anfang an eingeweiht und erhielt den Auftrag, eine Dokumentation über den Fund zu erstellen. Damals erstickte das Streben nach Exklusivität jegliche Zweifel an der Echtheit im Keim und als das Bundeskriminalamt die Bücher schließlich als Fälschung enttarnte, legte der „stern“ einen „Sturzflug ohnegleichen“ hin. Trotz des Alters hat der Fall nichts an seiner Relevanz verloren: "Nachher veränderte sich die journalistische Arbeit, die Sorgsamkeit und die Aufmerksamkeit enorm. Jedes Blatt hat Angst, dass ihm so eine Krise auch passieren könnte."

In der anschließenden „Elefantenrunde“ gesellten sich Peter Kloeppel, Volker Herres, Josef-Otto Freudenreich, Jörg Eigendorf und Schirmherrin Nina Ruge zu Barbara Dickmann. Die hochkarätige Runde ging der Frage nach, ob Qualitätsjournalismus out sei. Als Beispiel hielt dabei der Vergleich von „RTL aktuell“ und der ARD Tagesthemen her. Kloeppel beschrieb seine Sendung als "nah am Menschen", sie sei sozusagen das Pendant zur Panoramaseite in der Zeitung. Herres hob hingegen die Bedeutung der Tagesthemen als Prototyp investigativ journalistischer Nachrichten im Fernsehen hervor. "Erst wenn es in den Tagesthemen gezeigt wird, ist es wirklich passiert", so der Programmdirektor von "Das Erste". Die Runde stimmte überein, dass Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit, Fleiß und Verlässlichkeit den Journalismus ausmachen sollten. Peter Kloeppel appellierte dabei an die künftigen Medienmacher, Extraschichten einzulegen. Denn: „Qualität kommt von Quälen.“

Mit Leidenschaft berichtete Susanne Koelbl in der Gesprächsrunde „Journalismus in Kriegsgebieten“ über ihren Job als SPIEGELAuslandsreporterin: "Ich möchte die Welt verstehen und als Zeitzeuge dabei sein." Mit Wissensdurst und kontinuierlicher Arbeit wurde sie eine der bedeutendsten Afghanistan-Experten Deutschlands. Der Gefahr ihres Berufs ist sie sich dabei genau bewusst, doch hat sie gelernt, damit umzugehen. Koelbl reicht es nicht, möglichst schockierende Bilder zu liefern, sie legt besonderen Wert auf die Geschichten hinter den Motiven.

Bei der Gesprächsrunde „Karrierechance Medien“ unterhielten sich junge Redakteure der Mittweidaer Hochschulmedien mit Journalist und Moderator Cherno Jobatey über Perspektiven und Chancen in der Medienwelt. Mit Charme und Witz verlieh der Entertainer der Veranstaltung seine ganz persönliche Note und teilt seine Erfahrungen mit dem Publikum. "Man muss Glück haben", erklärte Jobatey über den Einstieg in die hart umkämpfte Branche. Das allein reiche jedoch nicht:: Unumgänglich sei auch die Aneignung eines soliden und breit gefächerten Grundwissens. Journalisten sollten laut Jobatey zudem über Neugier, ein ehrliches Interesse am Weltgeschehen und einem gewissen Hang zur Selbstvermarktung verfügen. "Von der Masse abheben und Individualität sind wichtig", erklärte er und fügte hinzu, dass das "schon immer hart war".

„Das ist alles nur geklaut!“ lautete der provozierende Titel der Gesprächsrunde über Plagiate. Die Runde, die mit Gerlinde Schermer-Rauwolf, Oliver Heinz, Friedhelm Robben und Prof. Hermann Mayer kompetent besetzt war, konnte anhand aktueller Beispiele wie dem Fall Bushido das Thema gut beleuchten. "Das Urheberrecht wegrappen geht nicht", stellte Oliver Heinz, Fachanwalt für Medien- und Urheberrecht, klar. Beim Sächsisch-Bayrischen Biergipfel konnten Gäste den Tag schließlich in zünftiger Runde ausklingen lassen. Cherno Jobatey führte gekonnt durch den Abend und eine böhmische Blaskapelle sorgte für die passende musikalische Unterhaltung. Insgesamt flossen fast 500 Liter Bier – ein feucht-fröhlicher Abschluss für den erfolgreichen ersten Tag des 14. Medienforum Mittweida.

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