(openPR) Anfang August hat das neue Ausbildungsjahr begonnen. Im Beruf des Friedhofsgärtners sind somit zurzeit rund 600 junge Leute als Auszubildende beschäftigt. Der Friedhofsgärtner ist eine abwechslungsreiche Fachrichtung des Ausbildungsberufs Gärtner/In: Er vereint Elemente aus dem Zierpflanzenbau und Staudenbereich, aus dem Garten- und Landschaftsbau und der Floristik.
„Die Friedhofsgärtner sind die Juweliere der Gärtnerbranche“ betont Ralf Kretschmer, Friedhofsgärtner in Kiel und Vorsitzender des Arbeitskreises Ausbildung im Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF). Denn Friedhofsgärtner arbeiten in der Regel auf sehr kleinen Flächen: Zwischen ein und sechs Quadratmeter umfassen die meisten Gräber.
Die dafür benötigten Pflanzen produzieren viele Betriebe noch selbst. So zum Beispiel die Friedhofsgärtnerei von Fritz Mölders. Seine Azubis sollen alle Produktionsschritte kennenlernen: „Der Umgang mit den Pflanzen im ersten Ausbildungsjahr ist mir wichtig, damit die jungen Menschen ein Gespür für die Pflanze bekommen und diese später optimal verwenden können. Das ist die Grundlage unseres Berufs.“ Ebenso wichtig wie der „grüne Daumen“ ist für diesen Beruf die Fähigkeit, auf Menschen einzugehen, ihre Bedürfnisse und Wünsche aufzugreifen und sie in einer schwierigen Lebensphase zu begleiten und zu beraten.
In der ruhigen Jahreszeit wachsen neue Ideen
Der Beruf des Friedhofsgärtners ist eng an den Wechsel der Jahreszeiten gebunden: So wird in den Monaten zwischen März bis November hauptsächlich auf dem Friedhof gearbeitet: Gräber werden angelegt, bepflanzt und gepflegt. Im Winter findet die Arbeit in der Gärtnerei statt, dann wird ausgesät und vermehrt. Die selbst produzierten Kulturen – Beet- und Balkonpflanzen, Bodendecker und kleine Sträucher – werden oftmals im Ladengeschäft verkauft und für die Grabgestaltung verwendet. Der Winter dient aber auch der Intensivierung der Kundenpflege. Viele Betriebe prüfen ihr Marketingkonzept und hinterfragen ihr aktuelles Dienstleistungsangebot. Ideen für neue Produkte oder Leistungen entstehen nicht selten in dieser Jahreszeit.
Zu den neuen Leistungen, die das Aufgabenfeld der Friedhofsgärtner erweitern, zählt die Pflege des Rahmengrüns, die viele Betriebe im Auftrag des Friedhofsträgers übernehmen. „Noch dazu ist die Ruhe und die Natur auf einem Friedhof einfach immer wieder schön, schließlich ist ein Friedhof nicht nur Begräbnisstätte, sondern gerade in der Stadt auch Naherholungsgebiet und das will gepflegt werden“, betont Martin Walser, Geschäftsführer der Rheinischen Treuhandstelle für Dauergrabpflege.
Informationen über die Arbeit der Friedhofsgärtner finden Interessierte im Internet unter www.grabpflege.de, über den Ausbildungsberuf Friedhofsgärtner und weitere Entwicklungsmöglichkeiten unter www.beruf-gaertner.de.













