(openPR) Am Donnerstag vergangener Woche endete ein außergewöhnlich positiver Börsenmonat - der September. Der S&P 500 Index konnte über 9% zulegen und die Technologiebörse Nasdaq sogar deutlich über 10%. Charttechnisch befindet sich der S&P 500 Index jedoch seit einigen Tagen wieder in einer Konsolidierungszone und die weitere Entwicklung ist unklar. Ein nachhaltiger Ausbruch nach oben wäre zumindest kurzfristig positiv, eine Rückkehr in die alte große Konsolidierungszone jedoch negativ.
Auch wenn sich die Wirtschaftsdaten aus den USA in den vergangenen Wochen und Monaten überwiegend stabilisiert haben, gibt es weiterhin Bedenken. Nouriel Roubini sagte zum Thema eines „double-dips“ vergangene Woche auf einer Konferenz in Kuala Lumpur in einem Bloomberg Interview: „there’s a high probability of another recession in the U.S., with Japan’s outlook “anemic,” underscoring risks to the global recovery. China, the world’s fastest-growing major economy, may face greater headwinds should there be weak growth in the U.S. and Europe.“
Im Kommentar zum Zinsbeschluss der Federal Reserve am Dienstag, den 10. August hieß es, dass „die Zinsen für einen längeren Zeitraum extrem niedrig bleiben sollen“ und, dass sich die Erholung der Wirtschaft in letzter Zeit stärker als erwartet verlangsamt habe.
Am Freitag, den 13. August wurde bekannt, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal um 2,2% gewachsen ist. Somit ist Deutschland in Europa der Wachstumstreiber, auf den zweiten Platz kam Frankreich mit 0,6% und klarer Verlierer ist Griechenland mit -1,5%.
Mitte August wurde bekannt, dass die chinesische Wirtschaft Japan als weltweite Nummer zwei überholt hat. Das japanische BIP ist im zweiten Quartal um 0,1% gewachsen, während China um 11% gewachsen ist.
Am Dienstag, den 17. August wurde der ZEW Index veröffentlicht, der Aufschluss über die Entwicklung der Wirtschaft in den kommenden sechs Monaten geben soll. Der Index fiel von 21,2 Punkten auf 14 Punkte. Grund hierfür ist die Erwartung der meisten Befragten, dass das starke Wachstum nicht von Dauer sein wird. Zum einen werden die Staatshilfen sukzessive zurückgefahren und zum anderen ist die deutsche Wirtschaft stark von ihren Exportpartnern abhängig.
Am Freitag, den 27. August wurden die Daten zum US-amerikanischen Brutto-inlandsprodukt (BIP) veröffentlicht, dieses stieg nur mit einer annualisierten Rate von 1,6% und blieb somit hinter den Erwartungen. Ebenfalls am Freitag wurde die mit Spannung erwartete Rede des Notenbankchefs Ben Bernanke beim jährlichen Wirtschaftssymposium in Jackson Hole, Wyoming gehalten.
Der Notenbankchef sicherte zu, dass die Fed alles tun werde um die heimische Wirtschaft zu unterstützen, diese Aussage wurde an den Märkten positiv aufgenommen und der S&P 500 Index konnte zulegen. “I expect the economy to continue to expand in the second half of this year, albeit at a relatively modest pace,” sagte Fed Chef Ben Bernanke in seiner Rede am 27. August.
Am Dienstag, den 31. August wurden wieder gute Daten vom deutschen Arbeitsmarkt vermeldet, die Arbeitslosigkeit ging den 14. Monat infolge zurück und die Arbeitslosenquote befindet sich weiter unverändert bei 7,6%. Die erste Handelswoche im September verlief sehr positiv. Zum einen prallte der S&P 500 Index von einer charttechnischen Unterstützung nach oben ab, zum anderen wurde der Index durch eine Reihe von besser als erwarteten Wirtschaftsdaten beflügelt.
Die wichtigsten Daten kamen jedoch am Freitag, den 03. September. Der mit Spannung erwartete US-amerikanische Arbeitsmarktbericht fiel weniger negativ aus als befürchtet und wurde somit wiederum leicht positiv wahrgenommen. Die Zahl der Beschäftigten sank zwar um weitere 54.000 und die Arbeitslosenquote stieg von 9,5% auf 9,6%, aber dies war weniger schlecht als erwartet.
Am Freitag, den 24. September wurde der ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht, im September stieg der Index leicht im Vergleich zum Vormonat auf 106,8 Punkte.
Sehr stark zeigte sich in den letzten Wochen weiter der Euro im Vergleich zum US Dollar und auch der Goldpreis schloss auf einem neuen Hoch, bei $1.317.
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