(openPR) GRÜNE Ratsfraktion kritisiert Reptilienausstellung im Bürgerzentrum in Refrath
Die rein kommerzielle Zurschaustellung von Tieren, wie in der vom 02.-03.10.10 im Bürgerzentrum in Refrath stattfindenden Reptilienausstellung kritisieren wir von der Ratsfraktion der GRÜNEN in Bergisch Gladbach. Dabei richtet sich die Kritik jedoch nicht gegen die Haltung exotischer Tiere im Allgemeinen. So ist die GRÜNE-Ratsfraktion durchaus der Meinung, dass die Haltung in zoologischen Gärten unter wissenschaftlicher Betreuung oder auch die Haltung in Privathand unter angemessenen Bedingungen einen wertvollen Beitrag zur Umweltbildung der Bevölkerung leisten kann. Jedoch ist nicht einzusehen, warum Tiere dazu ständig über große Strecken hin und her transportiert werden müssen, wie für die Ausstellung in Refrath. Dies scheint insbesondere fragwürdig, da in unmittelbarer Nähe ein hervorragend betriebenes Terrarium des Kölner Zoos zu finden ist. Transporte von Tieren führen immer zu Stress und damit zu Krankheiten und im schlimmsten Fall zum Tod der Tiere. Daher sollte man dies weitestgehend vermeiden.
Dazu der Natur- und Umweltpolitische Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion in Bergisch Gladbach, Dipl.-Biol. Robert Schallehn: „Als Biologe ist es mir ein Anliegen möglichst viele Menschen vom Wert der Natur und der Tierarten zu überzeugen. Als Halter von verschiedenen Tieren habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele Besitzer insbesondere von „exotischen Reptilien“ sehr gewissenhaft mit ihren Tieren umgehen und sich sehr kompetent für deren Schutz in der Natur einsetzen. Es ist für mich unerträglich, dass auf Grund von einigen wenigen, die aus Profitgier oder mangelndem Sachverstand handeln, alle Halter von exotischen Tieren geächtet werden. Kein seriöser Halter von Reptilien käme auf die Idee seine Tiere regelmäßig über längere Strecken herumzufahren.“
Nichts desto trotz gibt es diese „schwarzen Schafe“ wirklich. Daher plädieren die GRÜNEN auch dafür, eine Verschärfung der gesetzlichen Grundlage herbeizuführen. Beispiele einer solchen Verschärfung wären, dass nur Tiere einer Positivliste von „einfach zu haltenden Arten“, genehmigungsfrei erworben werden dürften oder auch ein obligatorischer Sachkundenachweis.











