(openPR) Auf große Resonanz stieß die Einladung des Klinikum Niederberg zum Vortragsabend „Durch dick und dünn – Diagnostik und Therapie von Darmerkrankungen“ im Velberter Forum Niederberg. Als Ulrike Müller von der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit die Gäste begrüßte, waren alle 90 Sitzplätze komplett belegt, weitere Bestuhlung musste aufgebaut werden.
Dr. Fritz Köstermann, Chefarzt der Klinik II für Innere Medizin, Gastroenterologie und Palliativmedizin, erläuterte in seinem Eingangsvortrag grundlegende Zahlen, Daten und Fakten zu Erkrankungen des Dickdarms. Darmkrebs ist die häufigste Krebserkrankung nicht nur in Deutschland. Unterhaltsam und anschaulich gab er Einblicke in die Vorsorge-Untersuchungen. Jeder Mensch ab 55 Jahren hat, auch ohne vorherige Symptome, Anspruch auf eine Darmspiegelung, die der Früherkennung dient und damit auch Heilungschancen verbessert. Diese wird von Ärzten durchgeführt, die an regelmäßigen Qualitätsprüfungen teilnehmen und über entsprechende diagnostische Erfahrung verfügen. Eine Überweisung vom Haus- oder Facharzt ist notwendig. Die anschließenden Fragen der Besucher reichten von konkreten Hintergründen zu Krebsdiagnosen und -behandlungen bis hin zur vorbeugenden Wirkung probiotischer Ernährungsprodukte. Probiotische Produkte würden zwar bei vereinzelten Krankheitsbildern ergänzend auch in der Medizin mit eingesetzt, eine vorbeugende Wirkung konnte Dr. Köstermann aber nicht pauschal bescheinigen.
Im Anschluss konzentrierte Manuel Dichmann, Facharzt für Innere Medizin, das Publikum auf Krankheitsbilder des Dünndarms. Die Untersuchungen zur Vorsorge sind hier nicht so „einfach“ wie beim Dickdarm, aber auch möglich. Dafür treten hier aber Krebserkrankungen auch deutlich weniger häufig auf. Ein Beispiel für die Diagnostik ist die „PillCam“, die wie eine Tablette vom Patienten geschluckt wird, auf dem Weg durch den Verdauungstrakt Bilder aus dem Dünndarm liefert und dem Arzt so Aufschluss über krankhafte Veränderungen gibt. Auch hierzu gab es einige Fragen betroffener Besucher.
„Der interessante Teil des Abends fängt jetzt an – nämlich mit der Chirurgie“, leitete Dr. Devid Tusek seinen Vortrag ein. Er hatte im August erst die Stelle als Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie angetreten, die den operativen Teil des Darmzentrums am Klinikum Niederberg abbildet. Schon mit seinem Einstieg stand er seinen Vorrednern in Nichts nach. Kurzweilig präsentierte er operative Möglichkeiten des Dickdarms. Angefangen bei der Blinddarmentzündung, Divertikel (Ausstülpungen im Dickdarm) über den Darmkrebs bis hin zum Enddarm bekam das Publikum einen guten Einblick in die Arbeit des Chirurgen. Während der Fragerunde verwies Dr. Tusek auf gesundheitsbewusste Ernährung und erwähnte Initiativen wie „5 am Tag“.
Im Foyer informierten die Selbsthilfegruppen und die Krankenhilfe Klinikum Niederberg über ihre Arbeit, außerdem konnten sich Interessenten für eine neue Selbsthilfegruppe „Darmerkrankungen“ in eine Liste eintragen.
Die Veranstaltung wurde unterstützt von Roeser Medical.






